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Telefonieren in der EU: Roaming-Wegfall könnte Tarife verteuern

Telefonieren in der EU  

Roaming-Wegfall könnte Tarife verteuern

15.09.2013, 10:49 Uhr | dpa

Telefonieren in der EU: Roaming-Wegfall könnte Tarife verteuern. Roaming-Gebühren in der EU sollen komplett abgeschafft werden (Quelle: dpa)

Roaming-Gebühren in der EU sollen komplett abgeschafft werden (Quelle: dpa)

Die EU-Kommissarin Neelie Kroes hat ein Ziel: Die Roaming-Gebühren bei der Nutzung von Telefonaten und Internet-Zugängen innerhalb der EU sollen wegfallen. Doch ausgerechnet von den Verbraucherschützern kommt jetzt Kritik. Denn die geplante Abschaffung könnte zu höheren Tarifen in Deutschland führen. "Unsere Sorge ist, dass die Konzerne sich dieses Geld wiederholen, indem sie einfach die nationalen Tarife anheben", sagte der Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Gerd Billen, dem "Spiegel" zufolge.

Die EU-Kommission will die Gebühren-Aufschläge für die Handynutzung im EU-Ausland bis Juli 2016 abschaffen. Die Brüsseler Behörde veröffentlichte die Pläne am vergangenen Mittwoch. Demnach sollen Telekomfirmen freiwillig auf die Roaming-Gebühren für SMS, Handytelefonate und Internetnutzung verzichten. Tun sie das nicht, müssten sie ihren Kunden unkompliziert die Nutzung von Anbietern vor Ort ermöglichen.

Keine Kosten für eingehende Anrufe im Ausland

Für eingehende Anrufe beim Auslandsaufenthalt sollen die Extrakosten bereits ab Juli 2014 wegfallen. Die Vorschläge benötigen die Zustimmung des Europaparlaments und der 28 EU-Staaten.

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Pläne kosten Milliarden

Die Telekommunikationsunternehmen sind gegen den Vorstoß der zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes. Schließlich würde er sie rund 1,6 Milliarden Euro kosten, wie das Magazin weiter schreibt. "Sollte Kroes ihre Pläne durchkriegen, müssen die Regulierungsbehörden die Preisentwicklung am deutschen Handymarkt sehr genau beobachten", forderte Billen und fügt hinzu: "Sonst zahlen die Verbraucher am Ende das Gleiche - es wird nur anders verpackt."

Die deutschen Mobilfunktarife liegen dem Bericht zufolge derzeit mit durchschnittlich 8,8 Cent pro Minute europaweit im Mittelfeld. Am wenigsten zahlen demnach die Kunden mit 1,9 Cent in Litauen, am meisten mit 14,7 Cent in den Niederlanden, 674 Prozent mehr als die Litauer.

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