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Griechenland macht ernst: Lebenslange Haft für Steuersünder

Griechenland macht ernst  

Lebenslange Haft für Steuersünder

19.10.2013, 12:25 Uhr | AP, dpa-AFX

Griechenland macht ernst: Lebenslange Haft für Steuersünder. Im Kampf gegen die weit verbreitete Steuerhinterziehung macht Griechenland ernst (Quelle: Reuters)

Im Kampf gegen die weit verbreitete Steuerhinterziehung macht Griechenland ernst (Quelle: Reuters)

Im Kampf gegen die weit verbreitete Steuerhinterziehung macht Griechenland ernst: erstmals sind Medienberichten zufolge Steuerbetrüger zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Die drei Straftäter hatten gefälschte Rechnungen in Höhe von 8,5 Millionen Euro auf den Namen eines ebenfalls verurteilten Landwirts ausgestellt, wie griechische Medien berichteten.

Damit wollten sich die Steuerbetrüger die Rückzahlung der Mehrwertsteuer erschleichen. Der Schaden für den Fiskus lag nach Angaben des Gerichts in der südgriechischen Stadt Kalamata bei über 840.000 Euro.

Strafrecht wurde verschärft

Im Eurokrisenland Griechenland war das Strafrecht 2011 deutlich verschärft worden. Seitdem ist lebenslange Haft für Steuerbetrug möglich. Die Bekämpfung der Steuerhinterziehung stellt für Griechenland ein großes Problem dar. Besonders in den Touristenzentren der Ägäis gibt es zahlreiche Steuersünder.

Mehrwertsteuer in die eigene Tasche

Auf Rhodos, Kreta, Santorin oder Mykonos häuften sich die Fälle, teilte die Steuerfahndung (SDOE) mit. Die höchste Quote für die Nichteinhaltung der Vorschriften - nämlich 85 Prozent - gab es auf den Inseln Evia und Skyros. In den Touristenhochburgen Mykonos, Santorin und Kreta hielten sich 56 Prozent der Unternehmen nicht ans Gesetz. In den meisten Fällen gaben die Inhaber keine Quittungen aus. Sie kassierten zwar die Mehrwertsteuer, steckten sie aber in die eigene Tasche.

Im Verlauf der vergangenen drei Jahre sind die Steuern in Griechenland wegen des Sparprogramms der Regierung, das sie im Gegenzug für internationale Finanzhilfe umsetzt, immer wieder erhöht worden.

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