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EU-Kommissar De Gucht muss wegen Steuerschuld vor Gericht

Verkauf von Aktien  

EU-Kommissar De Gucht muss wegen Steuerschuld vor Gericht

08.11.2013, 16:32 Uhr | AP, AFP

EU-Kommissar De Gucht muss wegen Steuerschuld vor Gericht. EU-Kommissar De Gucht schuldet Fiskus Medienberichten zufolge 900.000 Euro (Quelle: dpa)

EU-Kommissar De Gucht schuldet Fiskus Medienberichten zufolge 900.000 Euro (Quelle: dpa)

Für EU-Handelskommissar Karel De Gucht wird es ernst. Er muss sich Medienberichten zufolge Ende November wegen mutmaßlichen Steuerbetrugs vor Gericht verantworten. Weil eine außergerichtliche Einigung mit den Steuerbehörden gescheitert sei, werde der Fall ab dem 25. November vor einem Gericht in Gent im Westen Belgiens verhandelt, berichteten die belgischen Zeitungen "L'Echo" und "De Tijd".

Die Behörden werfen dem früheren belgischen Außenminister demnach vor, Steuern auf einen millionenschweren Aktiengewinn unterschlagen zu haben. Der Fiskus fordere die Zahlung von 900.000 Euro.

1,2 Millionen Euro Gewinn

Laut Steuerfahndung wären die Steuern fällig geworden, als De Gucht im Jahr 2005 Aktien einer belgischen Versicherungsfirma verkaufte und dabei einen Gewinn von 1,2 Millionen Euro machte. Der Politiker, der im kommenden Jahr eine weitere Amtszeit als EU-Kommissar anstrebt, hatte vergeblich zu verhindern versucht, dass die Steuerfahnder Einblick in seine Bankkonten erhalten.

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Sein Anwalt Victor Dauginet hatte es als "skandalös" bezeichnet, dass die Steuerfahndung den Vorgang als Betrug einstufte. Seinen Angaben zufolge fiel der fragliche Aktiengewinn 2001 an und war damals von Steuern befreit.

EU-Kommission stellt sich hinter De Gucht

De Gucht habe dem Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso erklärt, dass er nichts falsch gemacht habe, sagte EU-Sprecherin Pia Ahrenkilde Hansen. Die Steuer-Affäre kommt zu einem für die EU ungünstigen Zeitpunkt: Am Montag beginnt eine neue Verhandlungsrunde mit den USA über ein weitreichendes Handelsabkommen, bei der De Gucht gefragt sein wird.

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