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Nachbarstaat ganz vorn: Wo deutsche EC-Nutzer im Ausland ausgeraubt werden

Nachbarstaat ganz vorn  

Wo deutsche EC-Nutzer im Ausland attackiert werden

04.01.2014, 16:11 Uhr | dpa , t-online.de

Nachbarstaat ganz vorn: Wo deutsche EC-Nutzer im Ausland ausgeraubt werden. Trotz verbesserter Technik ist Datenklau am Geldautomaten immer noch möglich (Quelle: dpa)

Trotz verbesserter Technik ist Datenklau am Geldautomaten immer noch möglich (Quelle: dpa)

Dreister Datenklau an Geldautomaten und im Handel verursacht in jedem Jahr Millionenschäden. Eine neue Studie zeigt, wo deutsche Nutzer von EC-Karten am häufigsten ausgespäht, ihre Kartendaten und Geheimnummern abgegriffen werden. Die Überraschung dabei: Ausgerechnet in einem europäischen Nachbarstaat schlugen die Datendiebe 2013 am häufigsten zu. Das berichtet die "Welt". Dennoch belegt die Untersuchung eine insgesamt positive Entwicklung.

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Größte Gefahr in Frankreich

Der Zeitung zufolge sind die Karten deutscher Kunden im Jahr 2013 vor allem in Frankreich, in der Türkei und in Italien Ziel von Attacken geworden - dicht gefolgt von Mexiko, Brasilien und Thailand.

Die "Welt" beruft sich dabei auf die Euro Kartensysteme GmbH, eine Einrichtung der deutschen Kreditwirtschaft für das Sicherheitsmanagement von Zahlungskarten. Die gute Nachricht: Der Schaden lag demnach 2013 "nur" bei 11,3 Millionen Euro, nach knapp 30 Millionen Euro im Jahr 2012.

Zahl der Manipulationen deutlich gesunken

Dem Bericht zufolge wurden im vergangenen Jahr im Ausland 487 Manipulationen deutscher Karten festgestellt, bei denen die Daten deutscher Kartenbesitzer ausspioniert wurden. 2012 waren es immerhin noch 830.

Datenklau am Geldautomaten und im Handel: Zahl der Attacken
im Ausland auf deutsche Kunden 2013
RangLandZahl der Angriffe
1Frankreich98
2Türkei88
3Italien53
4Mexiko44
5Brasilien43
6Thailand42
7Spanien17
8Niederlande10
9Dom. Republik10
10Ukraine10
11Südafrika8
12Marokko7
13Russland6
14Bulgarien6
15Curacao5
16Tschechien4

Quelle: "Welt"/Euro Kartensysteme


Auch die Zahl der "Skimming"-Fälle im Inland ging nach den Angaben 2013 zurück - von 520 im Jahr 2012 auf 341. Im Dezember hatte Euro Kartensysteme diese Größenordnungen schon für den Zeitraum Januar bis November genannt und dies mit moderner Sicherheitstechnik begründet.

NRW am stärksten betroffen

Im Inland schlugen die Datendiebe laut der Tageszeitung erneut besonders häufig in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zu. Bayern rückte dem Bericht zufolge von Platz fünf auf den dritten Rang vor. In Deutschland stehen nach den Angaben rund 60.000 Geldautomaten, hierzulande seien 94 Millionen EC-Karten im Umlauf.

Die Analyse belegt: Trotz verbesserter Sicherheitstechnik bei Banken und im Handel ist das sogenannte Skimming immer noch möglich. Allerdings müssen Betrüger in ferne Länder reisen, um mit gestohlenen Daten auch Geld zu erbeuten.

Neue Technik bietet Schutz in Europa

Hintergrund ist die sogenannte EMV-Technik: Durch diese Technologie wird die Echtheit der Karte sowohl an Geldautomaten als auch an den Bezahlterminals im Handel überprüft. Der EMV-Sicherheitsstandard wurde vor mehr als zwei Jahren flächendeckend in Europa eingeführt.

"Da die Zahl der Länder mit EMV-Standard in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich gestiegen ist, können Kartenfälschungen in immer weniger Ländern missbräuchlich eingesetzt werden", sagte Margit Schneider von Euro Kartensysteme der "Welt".

Expertin optimistisch für 2014

Zudem seien auch die Verbraucher sicherheitsbewusster geworden. "Viele Kunden gehen heute achtsamer mit ihrer Girocard um als früher", erklärte die Expertin. Für 2014 erwartet sie einen weiteren Rückgang der Betrugszahlen: "Wir rechnen damit, dass sich die erfreuliche Entwicklung auch 2014 fortsetzt."

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