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SEPA-Umstellung macht Probleme: EU verlängert Übergangsfrist

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Konto-Chaos befürchtet  

EU verlängert Frist für SEPA-Einführung

09.01.2014, 14:07 Uhr | dpa-AFX, dpa

SEPA-Umstellung macht Probleme: EU verlängert Übergangsfrist. Kontonummern haben bald ausgedient. Die sogenannte IBAN hat 22 Stellen (Quelle: dpa)

Kontonummern haben bald ausgedient. Die sogenannte IBAN hat 22 Stellen (Quelle: dpa)

Die EU-Kommission wird die Übergangsfrist für die Einführung des neuen europäischen Zahlungssystems SEPA um sechs Monate verlängern. Offiziell bleibe es aber beim Auslaufen der Frist vom 1. Februar 2014, heißt es in einer Mitteilung der EU-Behörde. In der Praxis allerdings sollen die bisherigen Überweisungswege nun noch sechs Monate länger funktionieren.

EU-Kommissar Barnier moniert Probleme bei Umstellung

Er bedauere die Entscheidung, wolle dadurch aber verhindern, dass es zu Unterbrechungen im Zahlungsverkehr komme, erklärte der zuständige EU-Kommissar Michel Barnier. Die Umstellung sei nicht weit genug fortgeschritten, um einen "reibungslosen Übergang" zu ermöglichen. Mit der Verlängerung der Übergangsfrist werde verhindert, dass die Nicht-Sepa-Zahlungen ab Februar blockiert werden.

"Einige Staaten sind (bei der Umstellung) weiter fortgeschritten als andere", erklärte die Sprecherin des EU-Kommmissars. Die Kommission wolle mit dem Schritt insbesondere Verbraucher und mittelständische Unternehmen schützen.

Unsicherheiten vermeiden

Die Sprecherin forderte deshalb die Mitgliedstaaten und das Europaparlament auf, der Fristverlängerung nun schnell zuzustimmen, damit es nicht zu Unsicherheiten komme. Mehr Zeit will die EU zur Umstellung aber nicht gewähren: "Die Übergangsfrist wird nicht über den 1. August hinaus verlängert", sagte Barnier.

Nach Angaben der Kommission gab es keinen Druck aus Hauptstädten für die Verlängerung. Kommissar Barnier sagte: "Ich habe mehrfach gewarnt, dass die Umstellung zu langsam läuft, und ich rufe die Mitgliedstaaten erneut auf, ihre Verantwortung zu übernehmen und Anstrengungen zu verstärken, auf Sepa umzustellen(...)".

Auch EZB-Chef Mario Draghi äußerte sich zur SEPA-Verschiebung: "Wir möchten, dass die Sepa-Umstellung schnell abgeschlossen wird. Wir glauben, dass vor allem die Verbraucher davon profitieren würden", sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank.

Bankenverband schlug Alarm

Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen befürchteten zuletzt Probleme und verzögerte Zahlungseingänge. Vor wenigen Wochen schlug deswegen der Privatbankenverband BdB Alarm. Viele Firmen und Vereine in Deutschland seien auf die Änderungen nicht vorbereitet, erklärte damals BdB-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer.

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Die Bundesbank hatte bereits vor Verzögerungen bei SEPA gewarnt. Im November 2013 seien in Deutschland erst 32 Prozent aller Überweisungen im SEPA-Format erfolgt, hatte die Notenbank mitgeteilt.

Neue Kontonummern

SEPA ist der aus 33 Staaten bestehende Einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum. Dazu gehören die 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und Monaco. Ziel der Umstellung ist eine Vereinfachung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs.

Mit SEPA ändern sich die Bankverbindungsdaten: Die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen werden abgeschafft und durch neue internationale Kontonummern ersetzt, die sogenannten IBAN (englisch: International Bank Account Numbers). Diese bestehen aus 22 Stellen. Für deutsche Bankkunden beginnt die IBAN mit DE, es folgen zwei neue Ziffern - dann die altbekannte Bankleitzahl und Kontonummer.

Bei inländischen Überweisungen reicht nach der Umstellung die Angabe der internationalen Kontonummer, kurz IBAN. Für SEPA-Überweisungen ins europäische Ausland ist vorerst neben der IBAN auch die internationale Bankleitzahl BIC erforderlich.

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