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Filmproduzent Brauner im Visier der Behörden

Verdacht der Steuerhinterziehung  

Filmproduzent Brauner im Visier der Behörden

02.02.2014, 16:48 Uhr | t-online.de, dpa

. Der 95-jährige Filmproduzent Artur Brauner  (Quelle: dpa)

Der 95-jährige Filmproduzent Artur Brauner (Quelle: dpa)

Der Berliner Filmproduzent Artur Brauner ist nach übereinstimmenden Medienberichten ins Visier der Steuerfahndung geraten. Zunächst hatte "Der Spiegel" darüber berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Köln gegen den 95-Jährigen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittele.

Brauners Name soll sich auf einer CD mit Daten des Schweizer Ablegers der israelischen Bank Leumi wiederfinden. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte die CD gekauft. Nach Informationen des "Spiegels" soll es sich um einen zweistelligen Millionenbetrag handeln.

In mehreren Medien wies Brauner die erhobenen Vorwürfe zurück. Er arbeite seit langem mit der Leumi-Bank zusammen, aber "kein Geld ist unversteuert", sagte er der "B.Z. am Sonntag". Eine dpa-Anfrage an Brauner war am Sonntag bislang unbeantwortet geblieben.

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Von den Nazis verfolgt - Berlin wurde seine Heimat

Artur "Atze" Brauner wurde 1918 in Łódź, Polen, als Abraham Brauner geboren und ist jüdischer Herkunft. Brauner und seine Familie wurde von den Nationalsozialisten während der Besetzung Polens verfolgt. Ihm selbst gelang es, in die Sowjetunion zu flüchten und sich zu verstecken. Nach dem Krieg kam er nach West-Berlin und wurde dort erfolgreicher Filmproduzent und Unternehmer. IM Jahr 1946 gründete Brauner in Berlin die Central Cinema Compagnie (CCC-Film).

Nachdem seine Filme mit dem Schwerpunkt Nationalsozialismus in Deutschland keine Erfolge feierten, wandte er sich dem Unterhaltungsgenre zu. Insgesamt produzierte er etwa 500 Filme, viele davon für Fernsehanstalten. Brauner erhielt zwei Golden Globes, einen Oscar als Koproduzent und 2003 bei den Filmfestspielen Berlin Die Berlinale Kamera für sein Lebenswerk.

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