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Wertvoller als Golderz: Nachhaltigkeitsrat für Pfand auf Handys

Handys nicht in den Hausmüll  

Nachhaltigkeits-Rat fordert Pfand für kleine Geräte

11.02.2014, 11:21 Uhr | AFP, t-online.de

Wertvoller als Golderz: Nachhaltigkeitsrat für Pfand auf Handys. Eine Tonne Handyschrott ist wertvoller als die gleiche Menge Golderz (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Tonne Handyschrott ist wertvoller als die gleiche Menge Golderz (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auf kleine Elektro- und Elektronikgeräte sollte es eine Pfandpflicht geben. Das befürwortete die Vorsitzende des Rates für nachhaltige Entwicklung, Marlehn Thieme, in der "Frankfurter Rundschau". In der Tat haben zum Beispiel Handys weit mehr verdient als die Restmülltonne.

Millionen Alt-Handys lägen in den Schubladen, deren Rohstoffe wiederverwertet werden könnten. "Sie dürfen nicht verlorengehen", sagte Thieme. Die Kommunen sind verpflichtet, Elektro- und Elektronik-Altgeräte aus Privathaushalten an Sammelstellen entgegenzunehmen. Speziell für Althandys haben die Deutsche Umwelthilfe und die Deutsche Telekom eine Rückkauf-Aktion gestartet.

Das Bundesumweltministerium wies bereits vor zwei Jahren auf den Wert solcher Elektronik hin. "Handys, die nicht mehr benötigt werden, sind ein echtes Rohstofflager. Eine Tonne Handyschrott enthält 60-mal mehr Gold als eine Tonne Golderz", sagte die damalige parlamentarische Umweltstaatssekretärin Katherina Reiche (CDU).

Thieme: Verbrennung von Verpackung ist Verschwendung

Das Pfand könne beim Abgeben in Sammelstellen erstattet werden, sagte Thieme. Sie forderte eine umfassende Kreislaufwirtschaft, die ohne Abfälle funktioniere. Auch die Verbrennung von Reststoffen müsse verringert werden. Die "thermische Verwertung" von Verpackungen sei eine aberwitzige Verschwendung von Ressourcen.

Zugleich forderte sie eine stärkere Besteuerung von Ressourcen und Energie im Zuge einer ökologischen Steuer- und Finanzreform, die sparsame Unternehmen belohne. Im Gegenzug könnten die Arbeitskosten reduziert werden.

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