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Widerrufsrecht ausgehebelt: Gästen auf Verkaufspartys droht Rückgabefalle

Widerrufsrecht ausgehebelt  

Gästen auf Verkaufspartys droht Rückgabefalle

17.02.2014, 13:32 Uhr | t-online.de - sia, mit Material von dpa-tmn

Widerrufsrecht ausgehebelt: Gästen auf Verkaufspartys droht Rückgabefalle. Auf einer Verkaufsparty bestellte Produkte zurückzugeben, kann problematisch werden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auf einer Verkaufsparty bestellte Produkte zurückzugeben, kann problematisch werden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Verkaufspartys haben sich zu einem Milliardenmarkt entwickelt. Wer jedoch nach einer solchen Einkaufseinladung "im eigenen Zuhause" den Spaß an Küchenutensilien, Kosmetik oder auch Dessous verloren hat und bestellte Produkte zurückgeben möchte, hat oft das Nachsehen. Denn mit einem Trick wimmeln manche der hinter den Veranstaltungen steckenden Unternehmen Rückgabewünsche der Kunden ab, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Jeder zehnte Bundesbürger besucht nach den Angaben regelmäßig eine der rund neun Millionen Verkaufspartys im Jahr. Ein dabei geschlossener Kaufvertrag könne in vielen Fällen innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden, erläutern die Verbraucherschützer. Allerdings ist dabei entscheidend, wer die Bestellungen organisiert.

Kleiner Trick kippt Widerrufsrecht

Ordert der Gastgeber einer Verkaufsparty nämlich Waren im Auftrag der Gäste, haben diese den Experten zufolge kein Widerrufsrecht. Die Masche, um den sonst üblichen Anspruch zu umgehen: Statt die Bestellungen der Gäste selbst entgegenzunehmen, schiebt das Unternehmen den Gastgeber vor. Dadurch wird dieser und nicht sein Gast zum Vertragspartner der Firma.

Der Gastgeber selbst besitzt jedoch kein Widerrufsrecht, da er die Anbieter selbst eingeladen hat. Somit kann er die bestellten Waren auch nicht für seine Gäste zurückgeben. Ein kleiner Trost: Eine Gesetzesänderung soll nach Angaben der Verbraucherschützer im kommenden Juni dafür sorgen, dass Gäste und Gastgeber Bestellungen auf Verkaufspartys stornieren können.

Verbandsfirmen zeigen Kulanz

Grundsätzlich sei ein Widerruf laut Gesetz jedoch nicht möglich, wenn ein Produkt nicht mehr als 40 Euro kostet und auf der Party sofort bezahlt und ausgehändigt wird, erklären die Fachleute. Kulant zeigen sich demnach die Mitglieder des Bundesverbands Direktvertrieb. Sie würden auch in diesen Fällen die Rückgabe "auf freiwilliger Basis" erlauben. Dazu gehören etwa Avon und Tupperware.

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