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Spenden an den Papst sind in Deutschland nicht absetzbar

Kölner Finanzgericht urteilt  

Spenden an den Papst sind nicht absetzbar

17.02.2014, 16:47 Uhr | AFP, dpa

Spenden an den Papst sind in Deutschland nicht absetzbar. Eine Spende an den Papst ist in Deutschland steuerlich nicht absetzbar (Quelle: imago/xim gs international)

Eine Spende an den Papst ist in Deutschland steuerlich nicht absetzbar (Quelle: imago/xim gs international)

Ein Steuerberater hatte eine Spende über 50.000 Euro an Papst Benedikt XVI. getätigt und wollte diese von der Steuer absetzen. Doch in Deutschland geht das nicht, urteilt das Finanzgericht Köln.

Eine Spende kann laut Gericht nur steuermindernd berücksichtigt werden, wenn der Empfänger eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine öffentliche Dienststelle ist, die in einem EU-Mitgliedsland liegt. Diese Voraussetzungen seien bei einer Spende unmittelbar an den Papst nicht erfüllt. (Az. 13 K 3735/10)

50.000 Euro an den Papst gespendet

In dem Verfahren hatte eine Steuerberatungsgesellschaft geklagt, deren Geschäftsführer bei einer Generalaudienz dem früheren Papst Benedikt XVI. persönlich einen Scheck über 50.000 Euro übergeben hatte. Hierfür erhielt die Firma eine Spendenbescheinigung, die als Aussteller den "Staatssekretär seiner Heiligkeit" und als Ausstellungsort den Vatikan auswies. Die Spende sollte osteuropäischen Jugendlichen die Teilnahme am Weltjugendtag 2008 im australischen Sydney ermöglichen.

Das Finanzamt sah nicht die katholische Kirche in Deutschland, sondern den Vatikanstaat als Empfänger der Zuwendung an und versagte den Spendenabzug. Zu Recht, wie das Kölner Gericht entschied: Denn als Empfänger der Spende kämen nur der Heilige Stuhl, der Vatikanstaat oder die katholische Weltkirche in Betracht, die allesamt im Vatikan ansässig seien. Der Vatikan gehöre aber weder der EU noch dem Europäischen Wirtschaftsraum an. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Rechtsstreits ließ der Kölner Senat die Revision zum Bundesfinanzhof zu.

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