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Hunderte Stellen offen: Bund findet kein Personal für Kfz-Steuer

Hunderte Stellen unbesetzt  

Bund fehlt Personal, um Kfz-Steuer einzutreiben

19.02.2014, 13:44 Uhr | dpa, t-online.de

Hunderte Stellen offen: Bund findet kein Personal für Kfz-Steuer. Bisher treiben die Bundesländer die Kfz-Steuer ein. Ab dem 1. Juli muss das der Bund übernehmen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bisher treiben die Bundesländer die Kfz-Steuer ein. Ab dem 1. Juli muss das der Bund übernehmen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Kfz-Steuer ist für den Staat ein ebenso verlässlicher wie ansehnlicher Geldsegen. 8,5 Milliarden Euro waren es im vergangenen Jahr. Allerdings muss ab Juli der Bund die Gebühren eintreiben - und findet kein Personal.

Wenige Monate vor der Übernahme der Verwaltung der Kfz-Steuer durch den Bund fehlt immer noch ein Drittel des Personals. Derzeit ergebe sich "ein noch ungesicherter Personalbedarf von rund 440 Arbeitskräften", heißt es in einem Bericht des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss vom Mittwoch.

Nach Einschätzung des Ministeriums können die fehlenden Mitarbeiter nicht mehr wie geplant aus dem Personalbestand gewonnen werden, der nach der Reform der Bundeswehr abgebaut werden soll. Stattdessen sei es nötig, stärker auf Dienste von Vivento zurückzugreifen, die Personal der ehemaligen Staatsunternehmen Post und Telekom verleiht.

Kfz-Steuer ist ein aufwendiges Geschäft

Im Zuge der Föderalismusreform liegt seit 2009 die "Ertrags- und Verwaltungshoheit für die Kfz-Steuer" allein beim Bund. Ein aufwendiges Geschäft: Jährlich müssen mehrere Millionen Steuerbescheide und Mahnungen verschickt werden.

Noch machen dies die Länder. Spätestens vom 1. Juli 2014 an übernehmen die Zollämter des Bundes die Verwaltung der Kfz-Steuer. Dafür sind insgesamt 1771 Stellen vorgesehen. Das Personal sollte ausschließlich aus Personalüberhängen, insbesondere bei der Bundeswehr, gedeckt werden.

600 Beschäftigte zogen Bewerbung zurück

Um die Lücken zu schließen, versetzte der Zoll 270 Leute aus den eigenen Reihen zur Kfz-Steuer-Verwaltung. Rund 40 Mitarbeiter kommen von der Deutschen Bahn. Rund 600 Beschäftigte hätten ihre Bewerbung "aus unterschiedlichen Gründen" zurückgezogen. Weitere rund 50 hätten von ihrem Rückkehrrecht zur Bundeswehr Gebrauch gemacht.

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