Sie sind hier: Home > Finanzen >

Bundesgerichtshof stärkt Rechte von Stromkunden

Schäden durch Überspannung  

BGH stärkt Rechte von Stromkunden

25.02.2014, 19:40 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Bundesgerichtshof stärkt Rechte von Stromkunden. Wenn Haushaltsgeräte durch Überspannung beschädigt werden, muss der Netzbetreiber dafür haften (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Haushaltsgeräte durch Überspannung beschädigt werden, muss der Netzbetreiber dafür haften (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer haftet für Schäden im Haushalt - etwa an Elektrogeräten -, wenn Strom mit zu hoher Spannung aus der Steckdose kommt? Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat jetzt die Rechte von Stromkunden gestärkt und entschieden: Der Netzbetreiber muss Schadenersatz zahlen.

Stromausfall löst Überspannung aus

In dem konkreten Fall sprach der BGH einem Verbraucher 2300 Euro zu, nachdem es nach einem Stromausfall zu einer Überspannung in seinem Haus gekommen war (Az.: VI ZR 144/13). Eine Heizungsanlage, ein elektrisches Garagentor und kleinere Elektrogeräte waren dabei beschädigt worden.

"Neben beweglichen Sachen ist auch Elektrizität ein Produkt", befanden die Richter einem Wuppertaler Netzbetreiber. Durch die Überspannung sei dieses Produkt fehlerhaft gewesen.

Strom-Rechner
AnzeigeStrompreisvergleich
Strompreise vergleichen mit

Jetzt PLZ eingeben und bis zu 800 € sparen


Betreiber muss für Produkt haften

Verantwortlich dafür ist aus Sicht der Richter der Netzbetreiber als Hersteller des "fehlerhaften Produktes Elektrizität": Er müsse sicherstellen, dass der Strom in der jeweils nutzbaren Spannung im Haushalt ankommt.

Damit greife das Produkthaftungsgesetz, erklärte der BGH weiter. Der Schutz des Verbrauchers erfordere es, dass all diejenigen haften, die an der Herstellung eines Produktes beteiligt sind.

Revision zurückgewiesen

Der Kunde forderte für die defekten Geräte rund 2800 Euro von dem Netzbetreiber. Das Amtsgericht Wuppertal hatte dem Betreiber zunächst Recht gegeben. Das Landgericht Wuppertal hingegen sprach dem Kläger nach Abzug einer Selbstbeteiligung von 500 Euro Schadenersatz in Höhe von rund 2300 Euro zu. Die Revision des Netzbetreibers dagegen wies der BGH nun zurück.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entspannen im großen Stil mit stylischen Ledersofas
Topseller bei XXXLutz
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal