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Lidl kritisiert Aldi für Fleisch-Preissenkungen - und macht mit

Frischfleisch  

Lidl prangert Aldi-Preissenkungen an - macht aber mit

10.03.2014, 15:40 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

Lidl kritisiert Aldi für Fleisch-Preissenkungen - und macht mit. Aldi hat die Preise für Frischfleisch deutlich gedrückt - und Lidl zieht nach (Quelle: dpa)

Aldi hat die Preise für Frischfleisch deutlich gedrückt - und Lidl zieht nach (Quelle: dpa)

Lidl kritisiert aus Gründen des Tierwohls, dass Marktführer Aldi die Preise für Rind- und Hähnchenfleisch-Produkte gesenkt habe - ist aber trotzdem mit von der Partie bei den Reduzierungen.

In einer für den Wettbewerb im Einzelhandel ungewöhnlichen Stellungnahme betonte Lidl, man könne die Kritik gerade an den Preissenkungen bei Rind-, Hähnchen- und Putenfleisch in der vergangenen Woche angesichts der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen für Erzeuger und Verarbeiter sehr gut nachvollziehen.

Kunden soll kein Nachteil entstehen

Lidl werde aber die von einem Wettbewerber ausgelöste Preissenkungsrunde "mit sofortiger Wirkung nachvollziehen", damit "preissensiblen Kunden" kein Einkaufsnachteil entstehe, teilte der Discounter in Neckarsulm mit.

Die Supermarktkette appellierte an die Branche, ein Preisniveau im Frischfleischsektor zu finden, "das die richtigen und wichtigen Anstrengungen für mehr Tierwohl unterstützt".

Aldi preschte mit Preissenkung vor

Aldi und in Folge weitere Konkurrenten hatten am Samstag die Preise für Produkte aus Rindfleisch, Hähnchen- und Putenfleisch um bis zu sieben Prozent gesenkt. Der Marktführer selbst hatte betont, die artgerechte Haltung werde regelmäßig kontrolliert.

Aldi gehört wie Lidl zur im Herbst angekündigten Initiative "Tierwohl": Die Supermärkte wollen Landwirte für die artgerechtere Haltung von Schweinen und Hühnern besser bezahlen. Die Initiative soll in diesem Jahr noch starten.

Fonds soll gute Tierhaltung bezuschussen

Die Supermärkte wollen in einen Fonds einzahlen, aus dem Bauern einen Zuschuss dafür erhalten, dass sie ihre Tiere gut behandeln. Dazu zählt etwa, dass die Landwirte den Tieren mehr Platz oder Auslaufmöglichkeit geben oder auf die Kastration von Ferkeln oder das Schnabelkürzen bei Hühnern verzichten.

Die Handelsunternehmen wollen dann mit dieser "Tierwohl"-Initiative für sich werben. Der Bauernverband sieht eine Chance, aus dem Dilemma auszubrechen, dass die Verbraucher zwar mehr Tierwohl fordern, entsprechend produziertes Fleisch aber letztlich niemand kauft, weil es zu teuer ist.

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