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Siemens investiert 190 Millionen Euro in britische Offshore-Firma

Investition in Großbritannien  

Siemens steckt 190 Millionen Euro in Offshore-Firma

25.03.2014, 13:17 Uhr | AFP, rtr

Siemens beteiligt sich am Ausbau der Windkraft in Großbritannien und steckt mehr als 190 Millionen Euro in den Bau neuer Produktionsstätten. Der Konzern investiert damit doppelt soviel Geld wie bislang geplant in ein britisches Werk zur Herstellung von Turbinen für Offshore-Windräder sowie eine Installationsanlage.

Das Unternehmen plane zudem ein neues Logistik- und Service-Zentrum, teilte Siemens am Dienstag in München mit. Zusammen mit seinem britischen Partner Associated British Ports investiere Siemens insgesamt 371 Millionen Euro. Ab Mitte 2016 sollen in dem Werk große Offshore-Windturbinen produziert werden. Bislang stellt Siemens derartige Geräte in Dänemark her.

Siemens schafft tausend Jobs

Ministerpräsident David Cameron begrüßte die Investitionsaufstockung und erklärte, sie werde zahlreiche Arbeitsplätze schaffen. Durch die Investitionen entstehen laut Siemens tausend neue Arbeitsplätze, davon 550 in der Rotorblattfertigung und 450 im Logistik- und Servicezentrum.

Die Entscheidung, in England eine Fertigung für Offshore-Windenergieanlagen zu bauen, sei Teil der weltweiten Siemens-Strategie, erklärte Siemens-Vorstand Michael Süß, zuständig für die Energiesparte des Unternehmens. "Wir investieren in Märkte mit zuverlässigen Rahmenbedingungen, die für ausgelastete Fabriken sorgen."

Offshore-Markt in Großbritannien boomt

Der britische Windmarkt weise zum einen hohe Wachstumsraten auf und habe gleichzeitig noch hohes Potenzial, erklärte Süß. Binnen zwei Jahren habe sich die Windkraftkapazität auf rund zehn Gigawatt verdoppelt. Dabei wachse der Offshore-Markt am schnellsten. Auf See sollten bis 2020 14 Gigawatt Leistung installiert werden, Projekte über knapp 40 Gigawatt befänden sich in der längerfristigen Planung, fügte Süß hinzu. Siemens beschäftigt nach eigenen Angaben rund 14.000 Mitarbeiter in Großbritannien, davon rund 1500 im Windenergiegeschäft.

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