Sie sind hier: Home > Finanzen >

Behörden durchleuchten so viele Privatkonten wie nie

Neuer Rekord  

Behörden durchleuchten so viele Konten wie nie

25.04.2014, 10:54 Uhr | AFP

Behörden durchleuchten so viele Privatkonten wie nie. Immer mehr Kontoabfragen von Behörden  (Quelle: dpa)

Immer mehr Kontoabfragen von Behörden (Quelle: dpa)

Die Neugier von Finanzämtern und Sozialbehörden wächst offenbar. Denn einem Zeitungsbericht zufolge sind in den vergangenen 15 Monaten private Konten so oft durchleuchtet worden wie nie zuvor. Besonders häufig ließen auch Gerichtsvollzieher prüfen, wer über welche Konten oder Wertpapierdepots verfüge, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Zahlen des Bundesfinanzministeriums.

Demnach verzeichnete das zuständige Bundeszentralamt für Steuern 2013 knapp 142.000 Konto-Abfragen. Das seien doppelt so viele wie 2012. Auch im ersten Quartal des neuen Jahres wuchs die Zahl der Abfragen den Angaben zufolge ähnlich stark - von gut 24.000 auf mehr als 48.000.

Behörden haben seit 2005 die Möglichkeit, Kontodaten abzufragen, um zum Beispiel Sozialbetrüger oder Steuerhinterzieher zu entdecken. Die Anfragen können beispielsweise Steuerbehörden, die für Hartz-IV-Empfänger verantwortlichen Jobcenter oder Ämter stellen, die für die Genehmigung von Bafög, Sozialhilfe und Wohngeld zuständig sind.

Die Behörden können laut Bericht Name, Geburtsdatum, Adresse und Kontonummer des Bankkunden erfragen, nicht aber den Kontostand. "Kontobewegungen werden nicht abgefragt", sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums.

Immer öfter auch Steuerbehörden

Im vergangenen Jahr wuchs das Interesse der Steuerbehörden deutlich. Sie fragten in fast 69.000 Fällen Kontodaten ab, das sind 7000 mehr als 2012. Im neuen Jahr ist die Zahl ihrer Anfragen leicht rückläufig. Bei den Konto-Abrufen der anderen Behörden ist der Anstieg in den vergangenen 15 Monaten nach Angaben des Finanzministeriums "nahezu vollständig" auf Gerichtsvollzieher zurückzuführen.

Sie können seit Anfang 2013 Auskünfte bei der Rentenversicherung, beim Bundeszentralamt für Steuern und beim Kraftfahrt-Bundesamt über Arbeitsverhältnisse, Konten und Fahrzeuge einholen, wenn sich die Ansprüche des Gläubigers auf mehr als 500 Euro belaufen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entdecken Sie die neue Herbst-Winter-Business-Kollektion
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal