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ZEW-Konjunkturerwartungen: Deutsche Finanzexperten skeptischer - aber Entwarnung

Konjunktur  

ZEW-Index erneut gefallen - dennoch keine Panik

13.05.2014, 15:32 Uhr | dpa-AFX

Die Krise in der Ukraine, Probleme in den Schwellenländern und ein geringeres Wachstumstempo Deutschlands drücken auf die Stimmung von Finanzexperten. Die vom ZEW-Institut erhobenen Konjunkturerwartungen fielen im Mai stark um 10,1 Punkte auf 33,1 Zähler zurück, wie die Mannheimer Forscher am Dienstag bekanntgaben.

Nach dem nunmehr fünften Rückgang in Folge liegt das Stimmungsbarometer so tief wie zuletzt Anfang 2013. Ökonomen gaben jedoch Entwarnung: Ein Konjunktureinbruch sei nicht zu erwarten, allenfalls ein schwächeres Wachstum im Frühjahr.

Alles ist relativ

Auch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) kommentierte, die schlechtere Stimmung müsse vor dem Hintergrund des starken Wachstums in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gesehen werden. Genaue Zahlen werden zwar erst an diesem Donnerstag veröffentlicht.

Viele Analysten gehen aber wie auch die Bundesbank von einem robusten Zuwachs der Wirtschaftsleistung aus. Im zweiten Vierteljahr dürfte die deutsche Wirtschaft hingegen abbremsen. "Dennoch ist von einer in der Grundtendenz positiven konjunkturellen Entwicklung im Jahr 2014 auszugehen", sagte ZEW-Chef Clemens Fuest.

Kein Grund zur Panik

Die Volkswirte von der NordLB stießen ins gleiche Horn: Die Skepsis der Marktteilnehmer nehme zwar zu, für überzogene Panik gebe es aber keinen Grund, sagte Analyst Mario Gruppe. Er verwies unter anderem auf die günstige Beurteilung der aktuellen Konjunkturlage. Der entsprechende Indikator des ZEW stieg im Mai um weitere 2,6 Punkte auf 62,1 Zähler. Das ist der höchste Wert seit Sommer 2011. Der Euro geriet nach Bekanntwerden der Zahlen dennoch unter Druck. An der Börse gaben die Aktien einen Teil ihrer Gewinne ab.

Wirtschaftliche Probleme in Schwellenländern

Die Analysten der Commerzbank brachten die schlechtere Stimmung auch mit der politischen Krise in der Ukraine und wirtschaftlichen Problemen in zahlreichen Schwellenländern in Verbindung. Insbesondere die sich abkühlende Konjunktur Chinas bereitet seit Monaten Sorge. Am Dienstag zeigten mehrere Konjunkturdaten, dass ein Ende der Fahnenstange nicht absehbar ist, die Wirtschaft schwächelt weiter.

Darüber hinaus ist die politische Lage in einigen aufstrebenden Ländern wie Thailand angespannt. Weil ein erheblicher Teil der deutschen Ausfuhren mittlerweile in die Schwellenländer geht, schlagen derartige Entwicklungen auch auf Deutschland zurück.

Euro-Raum-Erwartungen ebenfalls gesunken

Für den Euro-Raum zeigen sich die befragten Finanzexperten ebenfalls etwas weniger zuversichtlich. Die Konjunkturerwartungen fielen um 6,0 Punkte auf 55,2 Zähler. Die aktuelle Lage stieg um 4,9 Zähler auf minus 25,6 Punkte. Dennoch dürfte der krisengeplagte Währungsraum zu Jahresbeginn spürbar gewachsen sein, erwarten Bankvolkswirte.

Das Stimmungsbarometer des ZEW fußt auf einer Umfrage unter knapp 250 Analysten und professionellen Anlegern, die von Ende April bis Mitte Mai befragt wurden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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