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Darum gibt es die Mütterrente seit 2014

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Mütterrente  

Darum gibt es die Mütterrente seit 2014

30.10.2015, 15:21 Uhr | tl (CF)

Am 1. Juli 2014 wurde die Mütterrente umgesetzt. Sie erhöht die Renten von Millionen Menschen, die Erziehungszeiten für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, geltend machen können. Doch weshalb wurde die Mütterrente 2014 überhaupt eingeführt? 

Stellenwert der Kindererziehung als Kernfrage

Die Idee hinter der sogenannten Mütterrente ist stark mit gesellschaftlichen Stellenwert von Kindern und Kindererziehung verknüpft: Kinder sollen später als Arbeitnehmer für die Altersrente ihrer Elterngeneration aufkommen. Damit sind sie die Stütze des bestehenden Rentensystems. Die Erziehung von Kindern kostet Eltern jedoch viel Zeit und Geld. Teilweise müssen Erziehende auf berufliche Karrierechancen verzichten oder zeitweilig ganz aufhören zu arbeiten, um ihre Zeit in den Nachwuchs investieren zu können.

Obwohl sie der Gesellschaft mit ihren Kindern einen wichtigen Dienst erweisen, kann ihnen daraus also ein finanzieller Nachteil für die eigene Rente entstehen. Um diesen zu verringern, werden für die sogenannten Kindererziehungszeiten jedoch Entgeltpunkte auf dem Rentenkonto angerechnet. Das bedeutet, dass diese Jahre bei der Berechnung der Rente ebenfalls als Beitragszeiten berücksichtigt werden, auch wenn der betreffende Elternteil nicht gearbeitet hat.

Mütterrente soll mehr Gerechtigkeit schaffen

Dabei gab es vorher für jedes vor 1992 geborene Kind lediglich einen Entgeltpunkt für das erste Jahr Erziehungszeit. Weil die Kindererziehung im Laufe der Zeit gesellschaftlich immer mehr als Leistung anerkannt wurde, gab es für Kinder, die nach 1992 geboren wurden, drei Entgeltpunkte verteilt auf drei anrechenbare Jahre. Im Vergleich zu dieser Besserstellung der jüngeren Eltern waren frühere Elterngenerationen also deutlich im Nachteil.

Erschwerend kam hinzu, dass es früher weniger Betreuungsmöglichkeiten gab, um trotz Kinder weiterhin beruflich tätig zu sein. Auch der Wiedereinstieg ins Berufsleben war laut der Frauen Union damals nach längerer Abwesenheit schwieriger als heutzutage. Den finanziellen Nachteil soll die Mütterrente verringern, indem seit dem 1. Juli 2014 für vor 1992 geborene Kinder zumindest zwei Punkte und somit zwei Jahre der Kindererziehung für die Rente angerechnet werden können.

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