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Steuerzahler-Gedenktag: Ab 8. Juli arbeitet man in eigene Tasche

Belastung bleibt gleich  

Steuerzahler-Gedenktag wieder am 8. Juli

08.07.2014, 13:09 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Deutschlands Steuer- und Beitragszahler arbeiten ab heute rein rechnerisch wieder in die eigene Tasche - nach knapp über einem halben Jahr. Um 1:09 Uhr in der Nacht war es soweit. Alle bisherigen Einnahmen des Jahres sind an den Staat geflossen. Damit werden die Bürger nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt) genauso stark belastet wie in den beiden Vorjahren.

Bereits 2013 und 2012 fiel der sogenannte Steuerzahler-Gedenktag auf den 8. Juli. Das davor erwirtschaftete Einkommen der Steuer- und Beitragszahler hätten der Staat und die Sozialversicherungen behalten. Die "volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote" liegt damit bei 51,5 Prozent. Steuern zahlen aber nicht nur Erwerbstätige, sondern beispielsweise auch Kinder, wenn sie etwas kaufen - dann wird Mehrwertsteuer fällig.

Anteil der Abgaben an den Staat

Der bei Ökonomen umstrittene "Steuerzahler-Gedenktag" ist ein Rechenbeispiel. Es zeigt an, wie viel der Staat vom Einkommen der Bürger und Betriebe über Steuern und Sozialabgaben zunächst einbehält. Der Steuerzahlerbund bezieht allerdings auch die EEG-Umlage zur Ökostrom-Förderung sowie den Rundfunkbeitrag ein, da es sich hierbei um Quasi-Steuern handele.

Kritiker des Rechenmodells verweisen unter anderem darauf, dass Beitragszahler für ihre Einzahlung in Sozialkassen auch Gegenleistungen erhalten. Mit den Steuereinnahmen würden Bereiche wie Bildung, Sicherheit, Verteidigung, Kinderbetreuung oder Straßenbau finanziert.

Die meisten Euroländer sind früher dran

Im internationalen Vergleich gehört Deutschland übrigens zu den späten Ländern, wenn auch ein Vergleich aufgrund der unterschiedlichen Rahmen-Bedingungen nur sehr eingeschränkt möglich ist. In Griechenland, Ungarn, Österreich und Frankreich fallen die Steuerzahler-Gedenktage auf noch spätere Tage. Schlusslicht ist Belgien, dessen Bürger bis zum 6. August "für den Staat" arbeiten.

"Am besten" haben es in Euroland die Steuerzahler Zyperns, die bereits ab Ende März in die eigene Tasche wirtschaften. Auch Irland, Malta und Portugal haben recht frühe Tax Freedom Days. Jenseits des Atlantiks liegen die rechnerischen Grenztage am 21. April (USA) und am 9. Juni (Kanada).

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