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Konjunktur: ZEW-Index enttäuscht im Juli

Konjunktur  

ZEW-Index enttäuscht im Juli

15.07.2014, 12:19 Uhr | dpa

Die Konjunktur-Erwartungen deutscher Finanzexperten haben sich stärker als erwartet eingetrübt. Im Juli fielen sie zum Vormonat um 2,7 Punkte auf 27,1 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Dies ist der siebte Rückgang in Folge und der niedrigste Stand seit Dezember 2012. Bankvolkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 28,2 Punkte gerechnet.

Im Gegensatz zu den Vormonaten verschlechterte sich im Juli auch die Beurteilung der aktuellen Lage. Sie fiel um 5,9 Punkte auf 61,8 Zähler. Im Juni hatte sie mit 67,7 Punkten noch den höchsten Stand seit Juli 2011 erreicht. Volkswirte hatten nun mit einem leichten Rückgang auf 67,4 Punkte gerechnet.

An der Börse reagierte der Deutsche Aktienindex DAX mit Verlusten, auch der Euro gab zum US-Dollar etwas nach.

Keine grundsätzlichen Zweifel an Konjunktur-Aussichten

ZEW-Präsident Clemens Fuest wertete den neuerlichen Rückgang als Folge der zuletzt tendenziell negativen Nachrichten aus der Wirtschaft. Grundsätzliche Zweifel an den wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands gebe es unter den befragten Experten nicht, erklärte er.

"Die deutsche Konjunktur hat sich zuletzt eine kleine Delle eingefangen - im Einzelhandel wurde weniger umgesetzt, zudem produzierte die deutsche Industrie weniger und verzeichnete geringere Auftragseingänge. Der Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen spiegelt die Ernüchterung darüber wider", betonte Fuest. "Dennoch bleibt der mittelfristige wirtschaftliche Ausblick in der Grundtendenz positiv."

Eine Stagnation des Wirtschaftswachstums in Deutschland wird laut Carsten Brzeski, Chefvolkswirt von ING-Diba, im zweiten Quartal immer wahrscheinlicher. Einige Analysten halten sogar einen Rückgang der Wirtschaftsleistung für möglich. Die konjunkturelle Schwächephase in Deutschland sei eine schlechte Nachricht für die gesamte Eurozone, sagte Brzeski.

Erwartungen für Eurozone sinken ebenfalls

Der ZEW-Index misst, wie Analysten und institutionelle Anleger wie Fondsmanager die ökonomische Lage in sechs Monaten einschätzen. Je niedriger der Wert ist, desto pessimistischer sind sie.

Die gesondert erfassten Konjunkturerwartungen für die Eurozone gingen im Juli ebenfalls zurück. Das ZEW verzeichnete einen Rückgang von 10,3 Punkten auf 48,1 Punkten. An der aktuellen Umfrage beteiligten sich laut ZEW 238 Analysten und institutionelle Anleger.

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