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Ukraine-Krise: McDonald's gerät zwischen die Fronten

Ukraine-Krise  

McDonald's gerät zwischen die Fronten

25.07.2014, 16:27 Uhr | t-online.de, AP, dpa-AFX

Ukraine-Krise: McDonald's gerät zwischen die Fronten. Die russische Verbraucherschutzbehörde hat Klage gegen McDonald's in Moskau eingereicht  (Quelle: Reuters)

Die russische Verbraucherschutzbehörde hat Klage gegen McDonald's in Moskau eingereicht (Quelle: Reuters)

Der eskalierende Ukraine-Konflikt erfasst McDonald's: Wie "Spiegel Online" berichtet, hat die russische Verbraucherschutzbehörde Klage gegen die Fast-Food-Kette eingereicht. Dabei geht es um ein Verkaufsverbot von Burgern. Der Grund: McDonald's habe Normen für Nährstoffe wie Fett, Eiweiße und Kohlenhydrate verletzt, teilte die Behörde mit. Betroffen sind Cheeseburger, Fischburger, Chickenburger und Milchshakes, heißt es in dem Bericht. McDonald's betreibt mehr als 300 Restaurants in Russland.

Die US-Kette schloss bereits im April nach dem international umstrittenen Anschluss der Krim an Russland ihre drei Lokale auf der Halbinsel. Ein einheimisches Unternehmen namens "Rusburger" hat den Burgermarkt übernommen, so "Spiegel Online".

Russland stoppt Einfuhr von ukrainischen Milchprodukten

Zudem verhängt Russland auch einen Importstopp für ukrainische Milchprodukte. Betroffen sei auch Käse, teilte die Agraraufsicht in Moskau mit. Das Embargo gelte von diesem Montag an (28. Juli). Die Produkte würden unter anderem Spuren von Antibiotika sowie von Mikroben aufweisen. Betroffen seien sämtliche Warenlieferungen nach Russland wegen Verstoßes gegen die veterinär- und sanitärrechtlichen Vorschriften, hieß es.

Russland hatte bereits die Einfuhr von pflanzlichen Produkten, darunter Kartoffeln, von Fischkonserven, aber auch von Schokolade eingeschränkt. Die Leiterin der Verbraucherschutzbehörde, Anna Popowa, sagte Medien zufolge, dass die Importverbote noch ausgeweitet würden. Die Ukraine wirft Russland politische Motive vor, um der klammen Ex-Sowjetrepublik weiter zu schaden.

Schweinefleisch aus Russland tabu

Die Ukraine hatte ihrerseits die Einfuhr von Schweinefleisch aus Russland verboten. Der zurückgetretene ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk hatte zuletzt einen kompletten Stopp des Handels mit Russland nicht ausgeschlossen. Für die Ukraine war Russland bisher einer der wichtigsten Exportpartner. 2013 gingen etwa 24 Prozent aller Ausfuhren in das Nachbarland.

Es ist nicht das erste Mal, dass russische Behörden mit Einfuhrverboten reagieren, wenn ehemalige Sowjetrepubliken versuchen, sich aus dem Einfluss Moskaus zu lösen. So wurde der Import von Wein aus Georgien gestoppt. Erst vergangene Woche wurde auch Obst und Gemüse aus der Republik Moldau verboten. Sowohl Georgien als auch Moldau hatten sich mit Assoziierungsabkommen an die EU angenähert.

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