Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen & Verbraucher >

Russland reagiert auf Sanktionen und gibt Importverbot-Waren bekannt

Obst, Fleisch, Milch  

Russland legt Verbotsliste für West-Importe vor

07.08.2014, 19:22 Uhr | dpa-AFX, rtr, dpa

Russland reagiert auf Sanktionen und gibt Importverbot-Waren bekannt. Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew: "Jetzt mussten wir antworten." (Quelle: AP/dpa)

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew: "Jetzt mussten wir antworten." (Quelle: AP/dpa)

Russland hat die Liste der Waren vorgelegt, die nach den Wirtschaftssanktionen des Westens nicht mehr eingeführt werden dürfen. Außerdem erwägt Moskau nach den Worten von Ministerpräsident Dmitri Medwedew ein Überflugverbot für Fluggesellschaften aus den USA und der Europäischen Union auf dem Weg nach Asien.

Medwedew sagte in Moskau, ab sofort dürften Obst, Gemüse, Rind- und Schweinefleisch, Gefügel, Fisch, Milch und Molkereiprodukte nicht mehr aus verschiedenen westlichen Staaten importiert werden. Die Einfuhrverbote gelten für Produkte aus den USA, Kanada, Norwegen, Australien und der EU - und das für ein Jahr.

Darüber hinaus untersagt die russische Regierung Transitflüge ukrainischer Fluggesellschaften über ihr Hoheitsgebiet. Die Airlines können nun nicht mehr auf dem kürzesten Weg zum Beispiel in die Türkei oder in die Südkaukasusregion fliegen. Eine Entscheidung über Beschränkungen für Transitflüge von US- und EU-Fluggesellschaften ist Medwedew zufolge noch nicht gefallen.

Russland "musste antworten"

Russland habe sehr lange gar nicht geantwortet auf die Sanktionen, sagte Medwedew der Agentur Interfax zufolge. Das Land habe bis zuletzt gehofft, dass der Westen begreife, dass seine Politik in die Sackgasse führe. "Jetzt mussten wir antworten."

Die EU hatte in der vergangenen Woche scharfe Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Die russische Regierung hatte daraufhin am Mittwoch Gegenmaßnahmen angekündigt.

Hilfen für betroffene deutsche Firmen möglich

Die Bundesregierung will nun Hilfen für Firmen prüfen, die unter den Exportsanktionen der EU gegen Russland leiden. Das sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Allerdings dämpfte er die Erwartungen. "Eine ganze Reihe von Exporten sind durch Hermes-Bürgschaften abgesichert", sagte der Minister. Man müsse erst einmal schauen, welche Firmen betroffen und nicht abgesichert sind. Der Außenhandel mit Russland habe zudem nur einen Anteil von 3,3 Prozent in Deutschland. Bei allen berechtigten Sorgen um die wirtschaftlichen Konsequenzen dürfe nicht vergessen werden, dass politisch viel mehr auf dem Spiel stehe.

Der Exportverband BGA hatte zuvor erklärt, die russischen Sanktionen könnten für die deutsche Wirtschaft schmerzhaft sein. Insbesondere für hochwertig verarbeitete Lebensmittel wie Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte, Obst- und Gemüseprodukte sowie Fertignahrung sei Russland ein wichtiger und kaufkräftiger Markt. Leidtragende seien aber auch die russischen Verbraucher. Sie müssten wohl die Zeche in Form höherer Preise, schlechterer Qualität und geringerer Vielfalt bezahlen, so der Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal