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Kalte Progression: Lohnsteuereinnahmen steigen schneller als Gehälter

Kalte Progression  

Lohnsteuereinnahmen steigen schneller als Gehälter

08.08.2014, 12:09 Uhr | bv , t-online.de

Kalte Progression: Lohnsteuereinnahmen steigen schneller als Gehälter. Die Kalte Progression lässt die Steuerbelastung der Einkommen kontinuierlich steigen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Kalte Progression lässt die Steuerbelastung der Einkommen kontinuierlich steigen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Kalte Progression hat die Lohnsteuereinnahmen auch 2013 stärker steigen lassen als die Gehälter. Darauf hat das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hingewiesen. Demnach lag der Anteil der Lohnsteuer am Bruttolohn im vergangenen Jahr bei 16,1 Prozent. Drei Jahre vorher waren es lediglich 15,2 Prozent gewesen. Die Einnahmen des Staates aus der Lohnsteuer stiegen im gleichen Zeitraum um 30 Milliarden Euro auf zuletzt 187 Milliarden Euro in einem Jahr.

Wenn das Einkommen steigt, wird auch ein höherer Steuertarif fällig. Damit soll sichergestellt werden, dass Gutverdiener mehr zur Finanzierung des Staates beitragen als Menschen mit geringem Einkommen. Da der Steuertarif aber nur relativ selten an die Inflation angepasst wird, profitiert der Staat auch von Lohnsteigerungen, die nur die Inflation ausgleichen.

Zuletzt wurden die Steuertabellen 2009 und 2010 angepasst, um die damalige Wirtschaftskrise zu bekämpfen. Seitdem schlägt die Kalte Progression jedoch wieder jährlich ungebremst zu. Die damalige Anpassung führte laut den IW-Angaben tatsächlich dazu, dass die Steuerbelastung spürbar sank: 2008 hatte die Lohnsteuer 16,7 Prozent vom Bruttolohn weggefressen, 2010 waren es nur noch 15,2 Prozent.

Steuerbelastung des Einkommens ist gestiegen

Und auch wenn die aktuellen 16,1 Prozent noch nicht wieder das Niveau von 2008 oder 2007 (16,3 Prozent) erreicht haben, zeigt sich doch: Im vergangenen Jahr lagen die Löhne um 25,9 Prozent höher als 2005, die Lohnsteuereinnahmen stiegen jedoch seitdem um 30,7 Prozent.

Das IW schlägt vor, die Korrektur des Steuertarifs zu automatisieren - er sollte der Preisentwicklung folgen. Ausnahmen sollten nur noch in besonderen Notlagen erlaubt sein. Der gegenwärtige Zeitpunkt für eine solche Reform sei günstig, hieß es weiter, denn die niedrige Inflation führe zu überschaubaren Einnahmeausfällen für den Fiskus. In diesem Jahr wären es beispielsweise voraussichtlich 1,2 Milliarden Euro.

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