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Von Vorteilen und Gefahren von Studienkrediten

Studentenleben auf Pump  

Von Vorteilen und Gefahren von Studienkrediten

30.08.2014, 12:47 Uhr | AFP

Von Vorteilen und Gefahren von Studienkrediten. Studienkredite sind eine einfache Lösung, um an Geld zu kommen - doch Vorsicht ist geboten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Studienkredite sind eine einfache Lösung, um an Geld zu kommen - doch Vorsicht ist geboten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Studieren ist teuer. Mindestens 570 Euro braucht ein Student im Monat, hat die Stiftung Warentest errechnet. Wem da die Zeit fehlt, nebenbei zu arbeiten, oder wer dem Geld von den Eltern nicht auskommt, hat ein Problem. Die scheinbar einfache Lösung: ein Studienkredit. Doch auch der hat Nachteile.

Grundsätzlich sollten Studenten nicht ihr komplettes Studium über einen Studienkredit finanzieren - denn das wird teuer. Vielmehr sollte jeder Student erst einmal genau prüfen, ob er Anspruch auf Bafög hat, da dies die günstigste Möglichkeit zur Studienfinanzierung ist. Eine weitere Alternative sind Stipendien. Scheidet beides aus, bleibt der Studienkredit. Besonders in stressigen Zeiten, zum Beispiel wenn es Richtung Bachelor- oder Masterabschluss geht, und die Zeit zum Jobben fehlt, sind Studienkredite eine mögliche Lösung.

Knapp und realistisch

Die Stiftung Warentest empfiehlt, zunächst den Kreditbedarf zu kalkulieren - knapp und realistisch, damit die Schulden am Ende des Studiums noch zu bewältigen sind. Studienkredite sind zwar in der Regel günstiger als gewöhnliche Kredite, dennoch sollten Studierende die Kosten im Auge behalten. Die Studentenwerke raten dazu, sich zunächst ausführlich von mehreren Anbietern beraten zu lassen. Dabei sollten die Kreditkonditionen, insbesondere die Höhe der Zinsen, sorgfältig verglichen werden. Anbieter, die nicht alle Konditionen von vornherein offen legen, sollten gemieden werden.

Die beiden größten Anbieter von Studentenkrediten sind die staatliche KfW-Bank sowie das Bundesverwaltungsamt, das seine Kredite ebenfalls über die KfW ausgibt. Außerdem bieten Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken solche Kredite an, die aber je nach Bank und Land unterschiedlich sein können. Auch die Studentenwerke ermöglichen über eigene Darlehenskassen eine Finanzierung, oft sogar zinslos. Jedoch besteht diese Möglichkeit in der Regel nur, wenn Notfälle überbrückt werden müssen, oder während der Abschlussphase des Studiums.

Die drei Kredit-Phasen

Die Angebote an Studienkrediten sind vielfältig. Sie sind alle in drei Phasen geteilt: die Auszahlungszeit, die Ruhephase und die Rückzahlungszeit. Zunächst zahlt der Kreditgeber den festgelegten Betrag monatlich über den vereinbarten Zeitraum aus. Es folgt die Ruhephase, die in der Regel zwei Jahre dauert und in der kein Geld gezahlt wird und auch noch keine Rückzahlung nötig ist. Anschließend muss der Kredit zurückgezahlt werden, egal, ob der Student mittlerweile ein Einkommen hat oder nicht. Die Details sind jedoch von Kredit zu Kredit unterschiedlich, und es gibt unzählige Gestaltungsmöglichkeiten.

Was ein Studienkredit schließlich kostet, hängt davon ab, wie hoch die monatlich ausgezahlte Summe ist und welche Zinsen vereinbart wurden. Auch der Zeitpunkt der Rückzahlung variiert. Erste Zinskosten werden aber sofort fällig und vom monatlich ausgezahlten Betrag direkt abgezogen. In der Rückzahlungsphase müssen dann auf die Schulden weitere Zinsen gezahlt werden. Für beide Phasen können Studenten unterschiedliche Zinssätze vereinbaren und außerdem für die Auszahlungsphase einen Antrag auf Zinsaufschub stellen. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät, einen festen Zinssatz für die Rückzahlung zu vereinbaren. Die Alternative ist ein variabler Zins. Der kann zwar günstiger sein, jedoch sind die Kosten weniger genau planbar, da der Zinssatz stark schwanken kann.

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