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Johann Lafer wird der Steuerhinterziehung verdächtigt

Staatsanwaltschaft ermittelt  

Starkoch Lafer soll Steuern hinterzogen haben

02.09.2014, 18:45 Uhr | dpa

Johann Lafer wird der Steuerhinterziehung verdächtigt. Schweigt zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft: Fernseh-Starkoch Johann Lafer. (Quelle: imago images)

Schweigt zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft: Fernseh-Starkoch Johann Lafer. (Quelle: imago images)

Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen Fernsehkoch Johann Lafer wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung. Rund 45 Beamte durchsuchten Lafers Restaurant in Stromberg und seine Kochschule in Guldental, wie die Behörde bestätigte. Vor wenigen Wochen noch war eine ehemalige Beschäftigte mit einer Klage gegen den Promi-Koch vor dem Arbeitsgericht Bad Kreuznach gescheitert.

"Wir ermitteln gegen die Eheleute Lafer wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung", sagte Staatsanwalt Hans Peter Gandner in Koblenz. Nun werde die Staatsanwaltschaft die Unterlagen und elektronischen Dateien auswerten.

Verdacht auf Lohnsteuerbetrug

Unter anderem bestehe der Verdacht auf Hinterziehung von Lohnsteuer. "Mein Mandant und seine Anwälte, die ihn in dieser Angelegenheit vertreten, haben kooperativ sämtliche relevanten Unterlagen freiwillig herausgegeben", teilte Lafers Anwalt Christian Schertz in Berlin mit. "Sie werden auch weiterhin mit den Behörden zusammenarbeiten, um die verbleibenden Vorwürfe vollständig aufzuklären." Der Anwalt erklärte weiter: "Die Durchsuchung entspricht dem normalen Ablauf in einem Ermittlungsverfahren."

Johann Lafer selbst war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Sein Anwalt kündigte ein Statement zu einem späteren Zeitpunkt an.

Frühere Mitarbeiterin stellte Strafanzeige

Eine frühere Mitarbeiterin habe Strafanzeige gestellt, erklärte Schertz lediglich. Er wies darauf hin, dass eine Zivilklage einer Ex-Mitarbeiterin - einer Haushälterin - gerichtlich abgewiesen worden sei. "Sollte sich dennoch eine Unregelmäßigkeit ergeben, wird diese unverzüglich im Nachgang korrigiert."

Andere Klage gegen Lafer abgewiesen

In dem Fall der abgewiesenen Klage vor dem Arbeitsgericht Bad Kreuznach war es um eine Zahlungs- und eine Kündigungsschutzklage einer ehemaligen Haushälterin gegen ihren Ex-Chef gegangen.

Die Frau war im privaten Haushalt des Fernsehkochs beschäftigt gewesen. Die Tätigkeiten seien jedoch über zwei Gesellschaften und als Teilzeitarbeitsverhältnisse abgerechnet worden. Das habe die Frau bemängelt und eine Nachzahlung erhalten. Laut Gericht sind damit alle finanziellen Ansprüche erfüllt.

Zudem habe die Klägerin selbst im Herbst 2013 das Arbeitsverhältnis schriftlich gekündigt, aber von einer Gesellschaft weiter Geld erhalten. Im April 2014 habe der Beklagte dann nach Angaben des Gerichts auf dem Briefpapier der Gesellschaft eine Kündigung ausgesprochen. Sollte zu diesem Zeitpunkt noch ein Arbeitsverhältnis bestanden haben, sei es spätestens damit beendet gewesen, sagte die Richterin. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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