Sie sind hier: Home > Finanzen >

Aldi senkt die Preise für Milch und Fleischwaren

Konkurrenten dürften nachziehen  

Aldi senkt die Preise für Milch und Würstchen

03.11.2014, 14:19 Uhr | dpa, t-online.de

Aldi senkt die Preise für Milch und Fleischwaren. Nach Preissenkungen durch Aldi ziehen die Konkurrenten erfahrungsgemäß nach (Quelle: dpa)

Nach Preissenkungen durch Aldi ziehen die Konkurrenten erfahrungsgemäß nach (Quelle: dpa)

Für Milch und weitere Lebensmittel müssen Verbraucher künftig deutlich weniger bezahlen. Grund ist, dass die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd nach eigenen Angaben ihre Preise für Frischmilch um zehn Cent je Liter reduzieren. Auch bei einer Reihe von Molkereiprodukten und Fleischwaren senken die Schwesterunternehmen die Preise. Üblicherweise ziehen die Konkurrenten der Discounter kurz darauf nach.

So kostet der Liter Vollmilch bei Aldi nach der Preissenkung statt 69 Cent nur noch 59 Cent. Hintergrund sei das "Überangebot auf dem Milch- und Fleischmarkt". Zu den Produkten, die nun ebenfalls günstiger zu haben sind, zählen Quark und Sahne, die um vier bis sechs Cent billiger werden. Ebenfalls gesenkt werden die Preise für Schweinekoteletts, Hackfleisch oder Bratwürste. So kosten Nürnberger Rostbratwürste statt 2,15 Euro nun 1,99 Euro.

Schrittmacher der Lebensmittelbranche

Aldi gilt im deutschen Lebensmittelhandel als Schrittmacher. An den Preisen der Discounter orientieren sich erfahrungsgemäß Supermarktketten in ihrer untersten Preislage mit Eigenmarken.

Denise Klug, Einzelhandelsanalystin beim Marktforschungsunternehmen Planet Retail, bestätigte, dass es bereits "seit einer ganzen Weile" ein Überangebot an Milch- und Fleischprodukten gibt. Insbesondere die Milchproduktion sei derzeit weltweit sehr groß, sagte die Expertin. Die Lage für die Produzenten werde durch weitere Faktoren verschärft, etwa das russische Embargo, das die Einfuhr zahlreicher Lebensmittel unter anderem aus der EU unterbindet.

Dass es jetzt zum Monatsbeginn zu den Preissenkungen kommt, sei abzusehen gewesen, erläuterte Klug. Die jüngste Verhandlungsrunde zwischen Händlern und Herstellern sei kürzlich abgeschlossen worden. Im vergangenen Jahr hatten die deutschen Milchbauern noch hohe Preise erzielen können. Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) erreichte das von den Molkereien gezahlte Milchgeld 2013 ein Rekordniveau. Grund war auch eine hohe Nachfrage weltweit.

Landwirte besorgt

Bei Milcherzeugern wird die Entwicklung jedoch mit Sorge betrachtet. "Wir steuern wieder auf eine Krise zu", sagte ein Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter. Eine weltweit hohe Milchproduktion, eine schwächere Nachfrage aus China und die Sanktionen Russlands drückten auf die Preise.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Jetzt Sky Fußball-Bundesliga-Paket 1 Jahr inkl. sichern!*
bei der Telekom
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal