Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern >

Alice Schwarzer hat wohl weniger Steuern hinterzogen als gedacht

Quellensteuer abgeführt  

Alice Schwarzer hat wohl weniger Steuern hinterzogen als gedacht

07.12.2014, 12:19 Uhr | t-online.de

Alice Schwarzer hat wohl weniger Steuern hinterzogen als gedacht. Die Steueraffäre ist für Alice Schwarzer noch nicht ausgestanden (Quelle: imago/Müller-Stauffenberg)

Die Steueraffäre ist für Alice Schwarzer noch nicht ausgestanden (Quelle: imago/Müller-Stauffenberg)

Die Journalistin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer hat in der Schweiz offenbar nur relativ wenig Steuern hinterzogen - möglicherweise sogar weniger, als sie selbst dachte. Das ergibt sich aus einem Bericht der "Bild am Sonntag" (BamS). Demnach liegt die Höhe der nicht gezahlten Steuern trotz eines Guthabens von 3,9 Millionen Euro nur "im fünfstelligen Bereich", wie die Zeitung schreibt.

Ein Grund dafür sei gewesen, dass Schwarzer nur in vorwiegend konservative Staatsanleihen mit geringen Zinsgewinnen investiert habe. Dafür habe die Schweizer Privatbank, bei der das Konto lief, zudem ab 2005 automatisch Quellensteuer abgeführt. Das könnte Schwarzer laut "BamS" entgangen sein.

Ausgestanden ist die Steueraffäre für die 72-Jährige aber noch nicht. Ebenfalls nach Angaben der "BamS" untersucht das Finanzamt Gummersbach derzeit Schwarzers Steuererklärungen der vergangenen zehn Jahre. Es werde geprüft, ob Auftrittshonorare ordnungsgemäß versteuert wurden. Erst danach werde über eine mögliche Anklage entschieden.

Vollständigkeit der Selbstanzeige wichtig

Schwarzer hatte sich zuletzt im August 2014 in der ARD-Sendung "Menschen bei Maischberger" zu ihrer Steuerhinterziehung geäußert. Sieben Monate zuvor war ihre Selbstanzeige bekannt geworden. In der Sendung hatte sie gesagt, sie schulde dem Finanzamt noch 86.000 Euro. Da hatte sie jedoch bereits 200.000 Euro plus Säumniszinsen nachgezahlt.

Für die Wirksamkeit einer Steuerselbstanzeige ist es besonders wichtig, dass sie vollständig ist. Nach Angaben von Experten darf die selbst angegebene Summe um höchstens fünf Prozent unter der tatsächlichen Steuerhinterziehung liegen. Ist die Abweichung größer, greift die Strafbefreiung nicht mehr und es kommt wie im Fall Hoeneß zu einem Prozess.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Nur dieses Wochenende versandkostenfrei bestellen!
Code: GRATISVERSAND19 bei MADELEINE
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern

shopping-portal