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Diese Änderungen gelten seit 1. Januar 2015 für Arbeitnehmer, Rentner und Hausbesitzer - Teil 4

Stichtag 1. Januar 2015  

Diese Änderungen gelten nun für Arbeitnehmer, Rentner und Hausbesitzer

09.01.2015, 13:12 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

Zum Jahreswechsel 2015 traten mehrere Gesetzesänderungen in Kraft - etwa für Arbeitnehmer, Rentner, Patienten und Hausbesitzer. Vieles wirkt sich positiv auf den Geldbeutel aus, manches negativ. Wir geben einen Überblick.

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Grunderwerbsteuer: Das Jahr 2015 bringt auch für Immobilienkäufer und Häuslebauer eine Reihe von Änderungen. So erhöhten zwei Bundesländer die Grunderwerbsteuer. In Nordrhein-Westfalen steigt die Grunderwerbsteuer von 5,0 auf 6,5 Prozent des Kaufpreises, im Saarland erhöht sie sich von 5,5 auf 6,5 Prozent. Damit folgen die beiden Länder dem Trend zu höheren Grunderwerbsteuern. Bereits 2014 ist die Grunderwerbsteuer in fünf Bundesländern erhöht worden, zuletzt in Hessen (von 5,0 auf 6,0 Prozent). Bayern und Sachsen haben mit 3,5 Prozent die geringsten Sätze - noch.

KfW-Förderprogramme: Zum Jahresende hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Konditionen für die Förderprogramme Energieeffizient Bauen (153), Wohneigentum (124) und Altersgerecht Umbauen (159) um bis zu 0,25 Prozentpunkte gesenkt und bietet damit historisch niedrige Zinskonditionen. Zudem können Darlehensnehmer im Rahmen des Altersgerecht Umbauen-Programms seit Oktober 2014 einen neuen Zuschuss von maximal 5000 Euro je Wohneinheit erhalten, wenn ihre Wohnung barrierearm umgebaut wird.

 (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)
Heizungen und Öfen: Die Austauschpflicht für alte Heizungen wurde verschärft. Künftig dürfen Heizkessel, die vor 1985 installiert wurden, nicht mehr betrieben werden. Seit 1. Januar 2015 müssen laut Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) Öl- und Gasheizkessel getauscht werden, die älter als 30 Jahre sind. Brennwert- und Niedertemperaturkessel sind vom Austausch ausgenommen. Zudem gelten Ausnahmen für selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser: Immobilienbesitzer, die ihr Haus oder ihre Wohnung bereits zum 1. Februar 2002 selbst bewohnt haben, müssen ihre Heizkessel nicht nachrüsten.

Auch Besitzer von alten Holzöfen müssen tätig werden. Bestimmte Modelle müssen mit Partikelfiltern nachgerüstet werden. Modelle, die vor dem Jahr 1975 errichtet wurden und deren Schadstoffausstoß festgelegte Grenzwerte überschreitet, müssen dann ausgemustert werden. Das sieht die Bundes-Immissionsschutzverordnung vor.

Biomüll: Organische Haushaltsabfälle müssen nun bundesweit getrennt gesammelt werden. Laut Bundesumweltministerium haben bereits rund 340 der etwa 400 Stadt- und Landkreise eine Biotonne eingeführt, jetzt müssen die restlichen nachziehen. Das soll dazu beigetragen, dass die Stoffe verstärkt für Biogasanlagen oder etwa als Düngemittel genutzt werden können.

Sauna/ Umsatzsteuer: Der ermäßigte Umsatzsteuersatz von sieben Prozent für Saunaleistungen läuft nach jetzigem Stand zum 1. Juli 2015 aus. Bisher werden Saunaleistungen generell als Heilbäder angesehen und daher ermäßigt besteuert. Ursprünglich sollte diese Praxis schon zum 1. Januar 2015 auslaufen. Bund und Länder haben aber vereinbart, dass der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für alle Saunaleistungen noch bis zum 1. Juli 2015 gilt.

Porto und Fernsehen: Seit dem 1. Januar müssen alle Briefe bis 20 Gramm (Standardbrief) mit einer Marke von 62 Cent frankiert werden. Nach dem Motto "alle Jahre wieder" erhöht der Branchenprimus Deutsche Post zum Jahreswechsel das Porto für den Standardbrief - zum dritten Mal in Folge. Erst von 55 Cent auf 58, dann auf 60 und nun auf 62 Cent. Damit ist der Preis innerhalb von drei Jahren um 12,7 Prozent gestiegen.

Die Rundfunkgebühr soll ab April von 17,98 Euro auf 17,50 Euro monatlich sinken.

Einlagensicherung: Fast im Eiltempo verabschiedete die Bundesregierung den Gesetzentwurf für eine verbesserte Einlagensicherung. Darin werden entsprechende EU-Richtlinien umgesetzt, die für Sparer einige Vorteile bringen. Hervorzuheben sind beispielsweise eine auf sieben Tage verkürzte Auszahlungsfrist im Entschädigungsfall und eine verlängerte Verjährungsfrist für bestehende Ansprüche. Wichtig: Die Entschädigungshöhe bis 100.000 Euro pro Kunde bleibt bestehen. Unter Tagesgeldvergleich.net lesen Sie weitere Fakten dazu.

Weiter mit:

Teil 1 - Steuern
Teil 2 - Rentenversicherung, Rente, Lebensversicherung
Teil 3 - Hartz IV, Mindestlohn, Krankenkassen, Energie
Teil 4 - Immobilien, KfW-Förderung, Heizung, Einlagensicherung

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