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DAX-Konzerne sind keine Steuertrickser

Steuern in Deutschland  

"FAZ"-Analyse: DAX-Konzerne sind keine Steuertrickser

05.01.2015, 15:57 Uhr | oca, t-online.de

DAX-Konzerne sind keine Steuertrickser. Thyssen-Krupp: Laut "FAZ" geht fast der komplette Gewinn für Steuern drauf (Quelle: imago/Unkel)

Thyssen-Krupp: Laut "FAZ" geht fast der komplette Gewinn für Steuern drauf (Quelle: imago/Unkel)

Großkonzerne in Deutschland schaffen es mit allerlei Tricks, wenig Steuern zu bezahlen - heißt es. Aber ganz so klar ist das nicht, wie eine Analyse der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) zeigt. Demnach schleusen die Firmen offenbar nur einen geringen Teil am Fiskus vorbei. Ein Unternehmen habe sogar seinen gesamten Überschuss abgeführt.

Wer in Deutschland Geschäfte mache, müsse auch in Deutschland angemessene Steuern bezahlen, heißt es aus dem Bundesfinanzministerium. Die Steuerflucht deutscher Unternehmen ins Ausland richtet aus Sicht von Finanzminister Wolfgang Schäuble sogar moralischen Schaden an und gefährdet den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Konzerne überweisen Milliarden an den Fiskus

Doch im jüngst abgeschlossenen Geschäftsjahr, für das Zahlen vorliegen, überwiesen die DAX-Konzerne rund 25,5 Milliarden Euro an den Staat. Gemessen am Vorsteuergewinn, entspreche dies ziemlich genau einer gewichteten Quote von 27 Prozent, heißt es in der "FAZ".

Die reale Steuerlast sei damit nur unwesentlich geringer als die Belastung aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von rund 30 Prozent. Auch das spreche nicht gerade für gigantische Steuerschlupflöcher.

Erhebliche Belastungen für Thyssen-Krupp

Den Industriekonzern Thyssen-Krupp treffe die Steuerlast besonders. Die Abgaben zehrten laut "FAZ" mittlerweile fast 96 Prozent der Firmengewinne auf. Das Unternehmen verweist dabei auf Sondereffekte. So gab es erhebliche Belastungen aus Wertberichtigungen, weil Unternehmensteile verkauft wurden, heißt es.

Den zweitgrößten deutsche Energiekonzern RWE trifft es offenbar ebenfalls hart. Hier war das Ergebnis vor Steuern mit minus 1,5 Milliarden Euro bereits negativ. Damit habe das Unternehmen kein zu versteuerndes Einkommen erwirtschaftet aber trotzdem Ertragssteuern in Höhe von 956 Millionen Euro gezahlt. "Hintergrund ist, dass wir 2013 die hohen außerplanmäßigen Abschreibungen größtenteils nicht steuerlich geltend machen konnten", heißt es im Geschäftsbericht aus dem die "FAZ" berichtet.

Auch die Deutsche Bank leide unter der hohen Steuerlast. Verlorene Rechtsstreitigkeiten beispielsweise in den USA, würden vom Staat nicht anerkannt.

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