Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern >

Gebäudesanierung: Koalition kappt Steuerbonus für Dämmung

Eigentlich so gut wie beschlossen  

Koalition stoppt Steuerbonus für Gebäudesanierung

26.02.2015, 14:47 Uhr | dpa

Gebäudesanierung: Koalition kappt Steuerbonus für Dämmung. Steuerbonus vorerst gestoppt: Koalition kann sich auf Förderung für Gebäudesanierung einigen. (Quelle: imago images/Tack)

Dämmung soll Energie einsparen. (Quelle: Tack/imago images)

Dieses überraschende Detail des Koalitionstreffen vom Dienstag war noch nicht bekannt: Der milliardenschwere Steuerbonus für das Dämmen von Gebäuden - den Bund und Länder eigentlich schon beschlossen hatten - ist vorerst gestoppt worden. Der neue Bonus sollte Bund und Länder etwa eine Milliarde Euro pro Jahr kosten und fünf Jahre laufen.

Dieses Scheitern wollte offenbar niemand an die große Glocke hängen - SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann teilt es seinen Fraktionsmitgliedern in einem Brief mit, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin heißt es lapidar: "Über eine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung konnte im Koalitionsausschuss keine Einigung erzielt werden."

Energiesparen sollte gefördert werden

Im Dezember hatten sich die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mehrheitlich auf das Vorhaben verständigt, das seit Jahren angestrebt wird. Ziel ist es, das Energiesparen durch den steuerlich begünstigten Austausch von Fenstern und alten Heizkesseln sowie durch eine bessere Dämmung voranzubringen.

Gebäudebesitzer sollten eigentlich rückwirkend ab Januar zehn bis 25 Prozent ihrer Sanierungskosten von der Steuerlast abziehen können. Merkel hatte mehrfach die Bedeutung unterstrichen.

Das Scheitern der Förderung wird nun viele Immobilienbesitzer enttäuschen, die gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 in ihre Gebäude investieren und auf eine steuerliche Begünstigung gehofft hatten. Die EnEV schreibt beispielsweise vor, dass Hausbesitzer bis Ende 2015 in eine neue Heizung oder eine verbesserte Wärmedämmung investieren müssen.

Widerstand in Bayern

Warum die Regelung gekippt wurde, ist unklar. Aber es gab zuletzt Widerstand aus Bayern. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sperrte sich zuletzt gegen den Steuerbonus für Gebäudesanierung, weil im Gegenzug der Handwerkerbonus abgeschmolzen werden sollte. Es sollten hier nur noch Leistungen oberhalb von 300 Euro von der Steuerschuld abziehbar sein.

Da der Sanierungsbonus erst einmal vom Tisch ist, bleibt es für die Bürger vorerst auch bei den geltenden steuerlichen Regeln für die Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen.

Wirtschaftsministerium prüft Alternative

Oppermann betont in dem Schreiben, das Wirtschaftsministerium prüfe nun alternativ, Zuschussprogramme der KfW-Bank zu erhöhen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entdecken Sie die neue Herbst-Winter-Business-Kollektion
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern

shopping-portal