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Zum 1. April 2015: Rundfunkbeitrag sinkt, mehr Geld für Pellet-Heizung

Weniger für TV - mehr für Solar  

Das ändert sich für Verbraucher zum 1. April

01.04.2015, 09:55 Uhr | t-online.de, AFP

Zum 1. April 2015: Rundfunkbeitrag sinkt, mehr Geld für Pellet-Heizung. Viele Änderungen für Verbraucher zum 1. April. (Quelle: imago/ Steinach)

Viele Änderungen für Verbraucher zum 1. April. (Quelle: imago/ Steinach)

Ab 1. April gelten für die Verbraucher in Deutschland zahlreiche Änderungen. So sinken etwa die Rundfunkgebühren, für Solaranlagen und Pellet-Heizungen gibt es mehr Geld und Fleisch wird nun anders gekennzeichnet. Wir fassen die Änderungen für Sie zusammen.

Rundfunk und Fernsehen: Beiträge sinken

Der monatliche Beitrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sinkt. Statt 17,98 Euro zahlen Verbraucher pro Wohnung nun noch 17,50 Euro. Auch der ermäßigte Rundfunkbeitrag verringert sich von monatlich 5,99 Euro auf 5,83 Euro.

Energie: Moderne Heizungen werden stärker gefördert

Für den Bau einer Solaranlage auf dem Dach von einem Bestandsgebäude oder den Einbau einer Pellet-Heizung im Keller gibt es mehr Geld vom Staat. Die Mindestförderung für Solaranlagen zur Unterstützung der Heizung erhöht sich von 1500 auf 2000 Euro.

Für den Einbau von Pellet-Öfen mit Wassertasche gab es bislang mindestens 1400 Euro, nun sind es mindestens 2000 Euro. Für Pellet-Kessel erhöht sich der Mindestfördersatz von 2400 Euro auf 3000 Euro.

Wer seine Anträge auf Förderung bereits eingereicht hat, muss sich noch mit den alten, niedrigeren Fördersätzen zufriedengeben.

Finanzen: Gebühren für Papier-Überweisungen

Postbank-Kunden müssen für schriftlich eingereichte Aufträge nun Gebühren zahlen. 99 Cent kostet beispielsweise eine Papier-Überweisung künftig. Telefonisch oder online eingegangene Aufträge bleiben dagegen gebührenfrei.

Ernährung: Herkunft von Fleisch gekennzeichnet

Auf der Verpackung von frischem oder tiefgefrorenem Fleisch von Schwein, Geflügel, Schaf und Ziege muss stehen, in welchem Land das Tier aufgezogen und geschlachtet wurde. Für unverpacktes oder verarbeitetes Fleisch gilt das nicht.

Landwirtschaft: Milchquote weg

Landwirte in der EU können ab April so viel Milch produzieren wie sie wollen: Die Milchquoten werden abgeschafft, weil die Nachfrage nach Milch weltweit steigt und Europas Bauern von diesen Export-Chancen profitieren sollen. Doch für den Branchenverband überwiegen die Nachteile: "Wir haben durchaus Bedenken, dass die Milchbauern tatsächlich die Gewinner sind", sagte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands deutscher Milchviehhalter, Romuald Schaber.

Seit 31 Jahren wurden die Mengen der zu produzierenden Kuhmilch in den EU-Staaten begrenzt. Die EU reagierte mit den Quoten auf die Überproduktion in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren. Ursprünglich sollten sie nur fünf Jahre gelten, wurden aber immer wieder verlängert.

Auf die Supermarktpreise für Milch und Milchprodukte wird das Ende der Quote voraussichtlich keine direkten Auswirkungen haben. Die Umweltorganisation Greenpeace befürchtet, dass sich die Qualität von Milchprodukten verschlechtern könnte.

Auto: Überführung nur noch mit TÜV

Kurzzeit-Kennzeichen für Überführungs- und Probefahrten gibt es nur noch für Pkw mit gültiger Hauptuntersuchung, die den Zulassungsbehörden bekannt sind. Ausnahmen für Fahrten ohne Hauptuntersuchung sind nur in wenigen Fällen erlaubt. Darunter fällt die direkte Fahrt zu einer Prüfstelle im Zulassungsbezirk und die Rückfahrt. Ebenso erlaubt ist die unmittelbare Fahrt in eine Werkstatt, wenn die Prüfstelle Mängel festgestellt hat.

Kfz-Steuer: Übergangsfrist abgelaufen

Bereits seit dem 1. März nehmen die Finanzämter keine Kfz-Steuer mehr an. Nun ist auch der Übergangszeitraum abgelaufen. Für die Kraftfahrzeugsteuer sind jetzt ausschließlich die Hauptzollämter und Bundeskassen zuständig. In den vergangenen Wochen hatten die Finanzämter noch die Überweisung der Steuer an die zuvor gültige Bankverbindung der Landesfinanzkassen angenommen und weitergeleitet.

Gesundheit: Erste-Hilfe-Kurse nun kürzer

Die Erste-Hilfe-Ausbildung etwa für Berufskraftfahrer wird von bisher zwei Tagen auf einen Tag verkürzt. Bislang umfasste die Grundschulung 16 Unterrichtsstunden, ab dem 1. April sind es nur noch neun. Um eine Unterrichtsstunde verlängert wird hingegen der Auffrischungskurs. Er umfasst nun ebenfalls neun Unterrichtseinheiten.

Die alte Ausbildung sei zu "theoretisch und nicht nachhaltig" gewesen, erklärt der Verband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Das neue Konzept konzentriert sich demnach stärker auf die Praxis und die "absolut wesentlichen Inhalte".

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