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Zalando-Kunden bestellen gern auf dem Weg zur Arbeit

Kaufverhalten analysiert  

Zalando-Kunden bestellen gern auf dem Weg zur Arbeit

13.04.2015, 14:36 Uhr | dpa-AFX , AFP

Auf dem Weg zur Arbeit noch schnell ein paar Schuhe oder Kleidung bestellen: Das scheinen Kunden des Online-Modehändlers Zalando zu mögen. "In unserem Shop haben wie jetzt eine Hochnutzungsphase zwischen acht und neun Uhr, wenn die Leute in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit sind", sagte Geschäftsführer Robert Gentz dem "Tagesspiegel" vom Montag.

Die zunehmende Nutzung von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets sei für Zalando "erst mal super, weil wir so eine ganz andere Rolle im Leben unserer Kunden spielen können". Gentz ist einer von drei Geschäftsführern bei Zalando. Der Online-Modehändler ist seit Oktober an der Börse und in mittlerweile 15 Ländern tätig.

Zalando-Kunden in China bestellen per Chat

Im Vergleich zu anderen Weltregionen hätten "Menschen in Europa aber die Dimension der Veränderungen, die Mobile bewirkt, noch gar nicht verstanden", sagte Gentz. In China beispielsweise sei es schon üblich, per Sofortnachricht einzukaufen. "Eine Frau hat dort eine Bag-Lady, die für sie Handtaschen aussucht und ihr Vorschläge aufs Handy schickt. Gekauft wird direkt über den Chat."

Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern und Regionen gibt es laut Gentz auch an anderer Stelle. So bezahlten deutsche Kunden am liebsten per Rechnung, Franzosen bevorzugten Schecks und Italiener beglichen die Forderung gerne bar beim Zusteller. "Schweden haben dagegen gar keine Zusteller, da werden größere Sendungen bei Poststationen abgeholt." Im Übrigen würden Südländer "Blumenprints in knalligen Farben" mögen, während in Nordeuropa "die Farbe Schwarz sehr beliebt" sei.

Zalando eifert Amazon nicht nach

Zalando werde sein Sortiment nicht erweitern und sich auch in Zukunft auf den Versand von Modeartikeln beschränken. "Der Modemarkt ist der größte Einzelhandelsmarkt weltweit, auch der mit den höchsten Margen", sagte Gentz. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder mal - allerdings zumeist eher vage - Spekulationen über die Erweiterung des Zalando-Sortiments nach dem Vorbild Amazon gegeben. Der weltgrößte Internethändler hatte sein Geschäft Mitte der Neunziger mit dem Verkauf von Büchern begonnen und über die Jahre peu a peu erweitert.

Weiteres Wachstum in Aussicht

Wachsen will das 2008 gegründete Unternehmen Zalando etwa mit Sortimentserweiterungen für extra große und kleine Größen, Kinder- und Sportbekleidung. Zudem will der Versender in Technologie investieren. "Das alles zahlt sich über die kommenden Jahre hinweg erst richtig aus, aber ein bisschen was wird schon jetzt sichtbar", sagte Genz.

Zalando ist seit Herbst an der Börse notiert und hat im vergangenen Jahr erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Unterm Strich stand ein Plus von 47,1 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. 2013 war noch ein Verlust von 116,6 Millionen Euro angefallen.

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