Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern >

"Swissleaks": Nina-Ricci-Erbin bekommt Strafe für Millionen-Steuerhinterziehung

"Swissleaks"  

Nina-Ricci-Erbin bekommt Strafe für Millionen-Steuerhinterziehung

13.04.2015, 17:56 Uhr | AFP, AP, t-online.de

"Swissleaks": Nina-Ricci-Erbin bekommt Strafe für Millionen-Steuerhinterziehung. Arlette Ricci im Februar nach einer Befragung. Jetzt ist die 73-Jährige zu einer Geld- und Haftstrafe verurteilt worden. (Quelle: AFP)

Arlette Ricci im Februar nach einer Befragung. Jetzt ist die 73-Jährige zu einer Geld- und Haftstrafe verurteilt worden. (Quelle: AFP)

Die Erbin des Modehauses Nina Ricci ist zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zu einer Million Euro Geldstrafe wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. Zwei weitere Jahre Haft für die 73-jährige Arlette Ricci setzte das Pariser Strafgericht zur Bewährung aus. Zusätzlich muss sie die Steuerschulden bezahlen.

In ihrem Urteil stellten die Richter fest, Ricci habe sich "über mehr als 20 Jahre besonders entschlossen" gezeigt, knapp 19 Millionen Euro vor dem französischen Fiskus zu verstecken. Das nach dem Tode ihres Vaters geerbte Geld hatte sie auf Schweizer Konten angelegt. Arlette ist die Enkelin der Firmengründerin. Nina Ricci, geboren als Maria Adélaide Nielli, war 1970 im Alter von 87 Jahren gestorben. Sie hatte einen Sohn, der 1988 starb.

Das Gericht ordnete auch an, ein Haus der 73-jährigen Erbin in Paris und ein Anwesen auf Korsika mit einem geschätzten Wert von zusammen vier Millionen Euro zu beschlagnahmen. Das Gericht wirft der Mode-Erbin vor, die beiden Anwesen in den Besitz von Immobiliengesellschaften überführt zu haben, um ihre eigene Insolvenz zu organisieren. Verurteilt wurden auch Riccis Finanzanwalt und ihre Tochter.

Erstes Urteil im "Swissleaks"-Skandal

Der Fall war bekannt geworden, nachdem bei dem Schweizer Ableger der britischen Großbank HSBC Daten gestohlen geworden waren. Der frühere HSBC-Angestellte Hervé Falciani hatte umfangreiche Kundendaten der Bank entwendet und sie 2009 den französischen Steuerbehörden übergeben. Die Affäre ist auch unter dem Namen "Swissleaks" bekannt, dies war das erste Urteil.

Während des Ricci-Prozesses stellte die Verteidigung deshalb die Rechtmäßigkeit des Verfahrens in Frage, weil es auf gestohlenen Dokumenten beruhe. Das Gericht wies entsprechende Anträge der Anwälte aber zurück. Nach dem Urteilsspruch kündigten die Anwälte an, nach einer Prüfung der Begründung des Gerichts über eine mögliche Berufung entscheiden zu wollen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
HUAWEI Mate20 Pro für 9,95 € im Tarif MagentaMobil M
zur Telekom
Anzeige
Erstellen Sie jetzt 250 Visiten- karten schon ab 11,99 €
von vistaprint.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Steuern

shopping-portal