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Roche bringt erstes immuntherapeutisches Krebsmedikament

Krebsmedikamente halten Konzern auf Kurs  

Roche bringt erstes immuntherapeutisches Krebsmedikament auf den Markt

23.07.2015, 10:02 Uhr | dpa, rtr

Hoffnung für Patienten für Blasenkrebs und Lungenkrebs: Der Pharmakonzern Roche aus der Schweiz kündigt einen ersten Zulassungsantrag für ein immuntherapeutisches Krebsmedikament an. Der am weitesten fortgeschrittene Wirkstoff Atezolizumab soll gegen Blasenkrebs eingesetzt werden, sagte Roche-Chef Severin Schwan am Donnerstag.

Vor einer Entscheidung über einen Zulassungsantrag auch zur Behandlung von Lungenkrebs will der Manager die Ergebnisse einer laufenden klinischen Studie abwarten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat das Präparat als Therapiedurchbruch (Breakthrough Therapy) für diese beiden Krebsarten eingestuft.

Roche forscht an immuntherapeutischen Wirkstoffen

Der Konzern forscht Schwan zufolge in mehr als 40 klinischen Programmen an immuntherapeutischen Wirkstoffen und schichtet in der Forschung Ressourcen in den vielversprechenden Therapieansatz um. Nicht rütteln wollte Schwan an der Akquisitionsstrategie des Konzerns. Roche schaue sich sehr gezielt nach ergänzenden Zukäufen um, sagte er. Die Bewertungen in der Branche seien allerdings eine Herausforderung.

Mit Konkurrenz für die umsatzstarken Krebsarzneien Herceptin und MabThera durch günstigere Nachahmermedikamente - sogenannte Biosimilars - rechnet Schwan in Europa gegen Ende 2017 und noch später in den USA.

Krebsmedikamente halten Roche trotz Frankenstärke auf Kurs

Das wachsende Geschäft mit Krebsmitteln bescherte Roche trotz des starken Franken ein Umsatzplus. Die Verkäufe kletterten im ersten Halbjahr um drei Prozent auf 23,6 Milliarden Franken, wie das Unternehmen mitteilte. Das war etwas mehr als Analysten im Schnitt erwartet hatten. Ohne die negativen Währungseffekte hätte das Plus im Jahresvergleich bei sechs Prozent gelegen. Vor allem der Umsatz mit Mitteln gegen Brustkrebs legte kräftig zu.

Unterm Strich sank der Konzerngewinn um sieben Prozent auf 5,2 Milliarden Franken. Ein Jahr zuvor hatte der Verkauf eines Medikaments an einen Konkurrenten das Ergebnis noch kräftig erhöht. Seine Prognosen für Gewinn und Umsatz erhält der Konzern aufrecht.

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