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Viagra-Hersteller Pfizer will Botox-Firma Allergan übernehmen

Mega-Deal in Pharmabranche  

Viagra-Hersteller Pfizer will Botox-Firma Allergan übernehmen

29.10.2015, 12:09 Uhr | rtr

Der US-amerikanische Pharmakonzern Pfizer nimmt den Botox-Hersteller Allergan ins Visier. Das "Wall Street Journal" berichtete über die möglicherweise größte Übernahme in diesem Jahr.

Der Prozess stehe noch am Anfang und müsse nicht zu einer Vereinbarung führen. Pfizer hat einen Marktwert von rund 219 Milliarden Dollar, Allergan mit Sitz in Irland wird an der Börse mit rund 113 Milliarden Dollar bewertet. Pfizer war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Allergan wollte sich nicht äußern.

Pharmabranche ist im Übernahmefieber

Die Pharmabranche ist seit längerem im Übernahmefieber. Unter anderem heizen hohe Forschungskosten und der Ablauf von Patenten auf lukrative Medikamente die Fusionswelle an. Erst im Juli hatte der weltgrößte Generika-Anbieter Teva für 40,5 Milliarden Dollar die Nachahmer-Medikamente von Allergan gekauft. Pfizer hat 15 Milliarden Dollar für den US-Rivalen Hospira ausgegeben.

Für Pfizer wäre es der zweite Übernahmeversuch eines europäischen Rivalen. Vor etwa eineinhalb Jahren war der Viagra-Hersteller mit dem geplanten Kauf der britisch-schwedischen AstraZeneca trotz eines Gebots von 118 Milliarden Dollar gescheitert. Pfizer plante, im Zuge der Transaktion seinen Steuersitz nach Großbritannien zu verlegen. Dort greift der Fiskus weniger stark zu als in den USA. Eine Übernahme von Allergan könnte dem Unternehmen ähnliche Vorteile bringen.

Pfizer steht unter Druck

Pfizer ist zwar groß, aber in der Defensive: Seit einiger Zeit schon haben die Amerikaner in der Arzneiforschung keinen wirklichen Kassenschlager mehr hervorgebracht. Dazu kommt der scharfe Wettbewerb durch günstigere Nachahmer-Produkte. Vor einem Jahr hatte Vorstandschef Ian Read Analysten gesagt, Pfizer sei noch immer an der Senkung seiner Steuerlast über Zukäufe interessiert - trotz Schritten der US-Regierung, solche Möglichkeiten zur Steuervermeidung künftig mit schärferen Auflagen zu versehen.

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