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Heckler & Koch: Ex-Mitarbeiter wegen G36-Exporten angeklagt

Illegale G36-Exporte nach Mexiko  

Staatsanwaltschaft verklagt Ex-Mitarbeiter von Heckler & Koch

05.11.2015, 19:56 Uhr | AFP

Wegen des Vorwurfs der unbefugten Ausfuhr von G36-Sturmgewehren nach Mexiko hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage gegen frühere Verantwortliche des Waffenherstellers Heckler & Koch erhoben. Den sechs Beschuldigten werde vorgeworfen, zwischen 2006 und 2009 an insgesamt 16 Lieferungen von Gewehren und Zubehörteilen nach Mexiko beteiligt gewesen zu sein, teilte die Anklagebehörde mit.

Die Gewehre und Zubehörteile sollen demnach mit Kenntnis der Angeschuldigten in mexikanische Bundesstaaten abgegeben worden sein, für die es keine deutschen Exportgenehmigungen gab. In diesen Bundesstaaten gelangten die Gewehre unter anderem in den Besitz von Drogenkartellen.

Ex-Angestellte von Heckler & Koch verstießen gegen Gesetze

Die Anklage lautet auf Verstoß gegen das Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetz. Sie richtet sich gegen einen vormals für Heckler & Koch in Mexiko tätigen Verkaufsrepräsentanten, eine Vertriebsmitarbeiterin, zwei ehemalige Vertriebsleiter sowie zwei Ex-Geschäftsführer. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens muss nun die 13. Kammer des Landgerichts Stuttgart entscheiden. Das Ermittlungsverfahren gegen weitere 13 zunächst Beschuldigte stellte die Staatsanwaltschaft ein.

Heckler & Koch verwies in einer Erklärung zu der Anklageerhebung darauf, dass die Firma 2012 eine umfangreiche externe Untersuchung des Sachverhalts durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Auftrag gegeben habe. Die Untersuchungsergebnisse seien den zuständigen Ermittlungsbehörden zur Verfügung gestellt worden. "Heckler & Koch sieht der Beurteilung des Sachverhalts mit der Erwartung entgegen, dass die Sach- und Rechtslage durch ein unabhängiges Gericht nun abschließend geklärt wird", hieß es in der in Oberndorf verbreiteten Erklärung.

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