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Weihnachtsgeschenke: Deutsche knausern und spenden

Weniger Präsente, mehr Spenden  

Deutsche knausern mit Weihnachtsgeschenken

27.11.2015, 15:27 Uhr | rtr, AFP, t-online.de

Weihnachtsgeschenke: Deutsche knausern und spenden. Konsumforscher erwarten für das Weihnachtsgeschäft 2015 ein Minus gegenüber dem Vorjahr. (Quelle: dpa)

Konsumforscher erwarten für das Weihnachtsgeschäft 2015 ein Minus gegenüber dem Vorjahr. (Quelle: dpa)

Spenden statt schenken - nach diesem Motto scheinen in diesem Jahr viele Verbraucher in Deutschland zu handeln. Eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat ergeben: Die Deutschen investieren in diesem Jahr elf Euro weniger in Weihnachtsgeschenke.

Die Bundesbürger geben demnach 274 Euro für Präsente aus. Insgesamt kann der Handel auf Umsätze von 14,3 Milliarden Euro mit Weihnachtsgeschenken hoffen, ein Minus zum Vorjahr von fünf Prozent. Das Weihnachtsgeschäft umfasst die Umsätze im November und Dezember und ist für den Einzelhandel immens wichtig.

Hohe Spendenbereitschaft in Deutschland

Zugleich steige die Spendenbereitschaft um 14 Prozent, berichtet die GfK. Als im September das Flüchtlingsthema die Schlagzeilen besonders stark prägte, habe es sogar ein zwischenzeitiges Plus von 40 Prozent gegeben, sagte GfK-Studienleiter Wolfgang Adlwarth. Auch das Erdbeben in Nepal mit mehreren Tausend Toten im April und Mai hatte das Ergebnis laut GfK beeinflusst.

Ganz besonders viel Geld komme dabei von der Altersgruppe der etwa 30-Jährigen: Sie gebe 24 Euro weniger für Weihnachtsgeschenke aus, dafür aber pro Kopf 63 Euro mehr für Hilfsorganisationen für Flüchtlinge.

Die beliebtesten Geschenke der Deutschen sind weiterhin Bücher, Spielwaren und Kleidung. Als Trend zeichneten sich Geldgeschenke unter dem Weihnachtsbaum ab, sagte Adlwarth. "Um bei der Wahl des Geschenks nicht daneben zu greifen, verschenken die Deutschen gerne Bargeld." Das Volumen von 3,5 Milliarden Euro dürfte später in den Kassen der Einzelhändler landen.

Konsumklima: Flüchtlingsstrom drückt Stimmung

Neben der Umfrage zum Weihnachtsgeschäft veröffentlichte die GfK heute ihre Konsumklimastudie. Demnach nimmt zwar mit der Vorweihnachtszeit auch die Konsumfreude der Verbraucher zu, allerdings wachsen gleichzeitig die Konjunktursorgen der Deutschen. Für Dezember prognostizieren die Nürnberger Marktforscher einen leichten Rückgang ihres Konsumklima-Barometers von 9,4 Punkten auf 9,3. Ein Grund dafür sei, dass die Verbraucher wegen des anhaltenden Flüchtlingsstroms steigende Arbeitslosenzahlen erwarteten und skeptischer auf die Konjunktur blickten.

Dagegen habe sich die Bereitschaft zum Kauf teurer Güter sogar leicht erhöht. Das Barometer dazu stieg um drei Zähler auf 48,9 Punkte. "Dieses überaus hohe Niveau belegt, dass die Konsumfreude trotz konjunktureller Verunsicherung nach wie vor stark ausgeprägt ist", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Die GfK erstellte die Studie vor den Terroranschlägen von Paris. Die möglichen Auswirkungen der Attentate auf die Verbraucherstimmung konnten damit in der Umfrage nicht gemessen werden.


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