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"Panama Papers": Verdacht betrifft Putin-Vertraute und Messi

"Panama Papers"  

Geheimgeschäfte von Hunderten Spitzenpolitikern enthüllt

04.04.2016, 07:23 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

"Panama Papers": Verdacht betrifft Putin-Vertraute und Messi. Enge Vertraute von Russlands Präsident Wladimir Putin sollen ein Milliardenvermögen über Briefkastenfirmen außer Landes geschafft haben. (Quelle: Reuters)

Enge Vertraute von Russlands Präsident Wladimir Putin sollen ein Milliardenvermögen über Briefkastenfirmen außer Landes geschafft haben. (Quelle: Reuters)

Durch ein Datenleck bisher unbekannten Ausmaßes sind sogenannte Briefkastenfirmen von Politikern und Prominenten aus aller Welt enthüllt worden. Die Unterlagen zeigen den Medienberichten zufolge, wie diese Persönlichkeiten weltweit ihr Vermögen verschleierten.

In ihnen tauchen nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" die Namen von Milliardären, Politikern, Sportlern, Waffenhändlern, Spionen und Betrügern auf.

Die Daten legen laut NDR die Offshore-Geschäfte von insgesamt 140 Politikern und hohen Amtsträgern aus aller Welt offen. Insgesamt fänden sich in den Unterlagen die Namen von zwölf amtierenden und ehemaligen Staats- und Regierungschefs.

Putin-Vertraute schleusen Milliarden aus Russland heraus

Unter anderem hätten Vertraute von Russlands Präsident Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko Briefkastenfirmen einrichten lassen.

Enge Vertraute von Putin leiteten den Angaben zufolge in den vergangenen Jahren unter konspirativen Umständen offenbar mehr als zwei Milliarden Dollar durch Briefkastenfirmen und schafften dabei viel Geld aus Russland heraus.

Auch der isländische Premierminister Sigmundur Gunnlaugsson soll bis Ende 2009 zusammen mit seiner heutigen Ehefrau eine Briefkastenfirma besessen haben, in der unter anderem Anleihen wichtiger isländischer Banken deponiert waren.

Infos stammen aus anonymer Quelle

Die Informationen über die Offshore-Geschäfte wurden der "Süddeutschen Zeitung" von einer anonymen Quelle zugespielt. Der Zeitung zufolge handelt es sich um 2,6 Terabyte an Daten, das entspricht 11,5 Millionen Dokumente zu insgesamt 214.000 Briefkastenfirmen. Es sei das größte Datenleck, das es bislang gab.

An der Auswertung der Dokumente beteiligten sich etwa 400 Journalisten aus fast 80 Ländern. In Deutschland waren an der Recherche auch NDR und WDR beteiligt.

Kanzlei aus Panama im Fokus

Der Enthüller des NSA-Skandals, Edward Snowden, sprach auf Twitter vom "größten Leck in der Geschichte des Daten-Journalismus".

Das Leck umfasst E-Mails, Urkunden, Kontoauszüge, Passkopien und weitere Dokumente zu rund 214.000 Gesellschaften vor allem in Panama und auf den Britischen Jungferninseln. Die Briefkastenfirmen wurden von der Kanzlei Mossack Fonseca aus Panama gegründet.

Diese erklärte auf Anfrage, die Kanzlei arbeite seit 40 Jahren ohne jede Beanstandung. "Nie sind wir einer Straftat beschuldigt oder angeklagt worden."

"Generell gilt: Der Besitz einer solchen Offshore-Firma ist für sich nicht illegal", schreibt die "Süddeutsche". "Aber wer sich in den 'Panama Papers' umsieht, stellt sehr schnell fest, dass es in der überwältigen Zahl der Fälle vor allem um eines geht: zu verschleiern, wem die Firma in Wahrheit gehört."

Neue Vorwürfe auch gegen Messi

Auch international sanktionierte Geschäftsleute wie ein Cousin des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad oder Monarchen wie der König von Saudi-Arabien haben den Unterlagen zufolge Offshore-Firmen genutzt. Neue Vorwürfe gibt es durch das Datenleck laut "Süddeutscher Zeitung" auch gegen den argentinischen Fußballstar Lionel Messi.

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