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Panama Papers: Wladimir Putin schießt gegen "Süddeutsche"

"Panama Papers"  

Putin: Abstruse Vorwürfe gegen die "Süddeutsche"

14.04.2016, 22:46 Uhr | dpa

Panama Papers: Wladimir Putin schießt gegen "Süddeutsche". Wladimir Putin hat sich fast vier Stunden lang den Fragen der Russen gestellt. (Quelle: Reuters)

Wladimir Putin hat sich fast vier Stunden lang den Fragen der Russen gestellt. (Quelle: Reuters)

Verschwörungstheorien statt Einsicht: Der russische Präsident Wladimir Putin hat Vorwürfe im Zusammenhang mit den "Panama Papers" über Hunderttausende Offshore-Firmen als westliche Provokation verurteilt. Der Kreml-Chef wittert konspirative Kreise als Hintermänner der "Süddeutschen Zeitung" (SZ).

"Wir wissen, dass Mitarbeiter der amerikanischen Institutionen damit zu tun haben", sagte Putin bei seiner traditionellen Bürgersprechstunde in Moskau.

Konkret nahm er die "Süddeutsche Zeitung" ins Visier, die entscheidend bei der Veröffentlichung mitgewirkt hatte. Die Vorwürfe versteckter Milliarden betreffen auch Vertraute Putins, der Name des Präsidenten selbst fällt in den "Panama Papers" aber nicht.

Besitzverhältnisse angezweifelt

Die "Süddeutsche" gehöre zu einer Holding, die ihrerseits dem US-Finanzinstitut Goldman Sachs gehöre, behauptete Putin. Das Blatt widersprach dieser Darstellung.

"Die 'Süddeutsche Zeitung' gehört weder direkt noch indirekt zu Goldman Sachs", teilte Geschäftsführer Stefan Hirschler mit. Das Traditionsblatt aus München sei eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Süddeutschen Verlags, der mehrheitlich zur Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) gehöre, sagte er.

Die einzige - sehr indirekte - Verbindung zwischen der "Süddeutschen Zeitung" und Goldman Sachs ergab sich 2008, als die SWMH die Mehrheit an der "SZ" erwarb. Damals gehörte auch der Stuttgarter Verleger Dieter von Holtzbrinck zu den Interessenten und hatte für sein Gebot die US-Investmentbank an Bord geholt. Die Verkäufer - vier Verlegerfamilien - entschieden sich damals laut "SZ" aber "bewusst gegen Holtzbrinck und Goldman Sachs".

Fast vierstündige Fernsehshow

Bürger aus allen Teilen Russlands hatten für die fast vierstündige Fernsehshow "Direkter Draht" mehr als drei Millionen Fragen an Putin eingereicht. Bei Live-Schalten in die Provinz äußerten viele ihre Sorgen vor allem wegen der prekären Wirtschaftslage.

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