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Zeitung "The Sun" ruft Briten zum Brexit auf

Brexit-Referendum  

"The Sun" ruft Briten zum EU-Austritt auf

14.06.2016, 19:48 Uhr | rtr, AFP, t-online.de

Zeitung "The Sun" ruft Briten zum Brexit auf. Mit diesem Slogan wirbt die "Sun" für den "Brexit". (Quelle: Screenshot)

Mit diesem Slogan wirbt die "Sun" für den "Brexit". (Quelle: Screenshot)

Deutlicher Aufruf: Die britische Tageszeitung "The Sun" hat ihre Leser vor dem EU-Referendum dazu aufgerufen, für einen Austritt zu stimmen. Die Bundesregierung rüstet sich bereits für verschiedene Szenarien.

"Wir werden die wichtigste politische Entscheidung unseres Lebens treffen. 'The Sun' drängt heute jeden, 'LEAVE' (verlassen) zu wählen", heißt es auf der Titelseite des Boulevard-Blattes. Der EU-Austritt werde Großbritannien Souveränität zurückbringen und die Möglichkeit geben, die Einwanderung zu kontrollieren. Die Abstimmung findet am 23. Juni in Großbritannien statt.

Die EU wurde von dem Blatt als "gierig, verschwenderisch und schikanierend" diffamiert. "Wir müssen uns selbst vom diktatorischen Brüssel befreien." Den Verfechtern des EU-Verbleibs warf die Zeitung vor, die Briten mit Horrorszenarien "über ein Leben außerhalb der EU zu schockieren". Zentrales Argument des Pro-EU-Lagers ist es, dass ein Austritt die Wirtschaft Großbritanniens schwer treffen würde.

Jüngsten Umfragen zufolge konnten Ausstiegs-Befürworter ihren Vorsprung vor den Ausstiegs-Gegnern etwas vergrößern. Laut Umfragen für die Zeitung "Guardian" stimmen 53 Prozent der Befragten für einen EU-Austritt, den sogenannten Brexit. 47 Prozent votierten für einen Verbleib in der Europäischen Union. Vor zwei Wochen waren laut ICM-Erhebung noch 52 Prozent für einen Brexit und 48 Prozent dagegen.

Teil der Familie oder nur Nachbar

Die Bundesregierung spielt hinsichtlich eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union verschiedene Szenarien durch. Es werde überlegt, was getan werden müsste oder eben nicht, sagte Finanzstaatssekretär Jens Spahn in der ARD. Es gehe darum, "Sicherheit herzustellen, Verlässlichkeit, Planbarkeit" und es müsse gezeigt werden, dass Europa und die Europäische Union zusammenstünden. Spahn betonte, dass sich im Falle eines Brexits die Unsicherheit erhöhen werde, die bereits jetzt an den Märkten zu sehen sei.

"Eins ist klar, es muss einen Unterschied machen, ob man Teil der Familie ist oder ob man nur Nachbar ist", sagte der Finanzstaatssekretär im Hinblick auf mögliche Handelsabkommen mit Großbritannien, wenn das Land aus der EU austritt. Zu beachten sei, dass die Europäische Union dann der "größere Partner" sei und Großbritannien sich nicht auf Augenhöhe befinde und wohl mehr Regeln akzeptieren müsse als derzeit.

EU wird sich ändern: "So oder so"

Spahn gab zu, dass das Referendum unabhängig vom Ausgang zu Veränderungen in der Europäischen Union führen dürfte: "Europa wird so oder so in beiden Fällen nicht einfach so weitermachen können." Europa befinde sich in einer Krise, die es so vorher noch nie gegeben habe. In den aktuellen Themen liege die Chance, nach dem Mehrwert zu suchen, den Europa für alle habe.

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