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Steuerzahler-Gedenktag: Ab jetzt wirtschaften Sie in die eigene Tasche

Steuerzahler-Gedenktag  

Ab jetzt wirtschaften Sie in die eigene Tasche

12.07.2016, 17:24 Uhr | dpa, t-online.de

Steuerzahler-Gedenktag: Ab jetzt wirtschaften Sie in die eigene Tasche. Ab 12. Juli nachmittags wirtschaften die Bürger für dieses Jahr rein rechnerisch in die eigene Tasche. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ab 12. Juli nachmittags wirtschaften die Bürger für dieses Jahr rein rechnerisch in die eigene Tasche. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Deutschlands Steuer- und Beitragszahler haben in diesem Jahr bisher nur für den Staat gearbeitet. Erst heute exakt ab 14:44 Uhr können die Bürger rein rechnerisch ihr Geld für sich behalten, das sie noch bis Jahresende verdienen.

Auf diesen Zeitpunkt hat der Bund der Steuerzahler den sogenannten Steuerzahler-Gedenktag 2016 festgelegt. Das Datum hat sich damit im Vergleich zu 2015 um einen Tag nach hinten verschoben. In den Jahren 2012 bis 2014 war der Tag bereits am 8. Juli.

Die "volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote" werde im Jahr 2016 bei voraussichtlich 52,9 Prozent liegen. Von jedem verdienten Euro blieben also nur 47,1 Cent übrig, erklärte der Verband.

Es gibt auch Gegenleistungen für Steuern

Der Steuerzahler-Gedenktag ist ein Rechenbeispiel und bei Ökonomen umstritten. Es zeigt an, wie viel der Staat vom Einkommen der Bürger und Betriebe über Steuern und Sozialabgaben zunächst einbehält. Zu Buche schlagen auch die gestiegenen Steuereinnahmen in Folge der Lohnerhöhungen und der stabilen Beschäftigungslage. Der Steuerzahlerbund bezieht allerdings auch die EEG-Umlage zur Ökostrom-Förderung sowie den Rundfunkbeitrag als Quasi-Steuern ein.

Kritiker verweisen unter anderem darauf, dass Beitragszahler für ihre Einzahlung in Sozialkassen auch Gegenleistungen erhalten. Mit den Steuereinnahmen würden Bereiche wie Bildung, Sicherheit, Verteidigung, Kinderbetreuung oder Straßenbau finanziert.

Verband: Belastung senken

Der Bund der Steuerzahler präsentierte außerdem eine repräsentative Umfrage, wonach in diesem Jahr 77 Prozent der Befragten die eigene Belastung als "zu hoch" empfinden. Im März 2015 seien es nur 63 Prozent gewesen.

Der Steuerzahlerbund fordert eine Abschaffung des Solidaritätszuschlags, Mäßigung bei der Grund- und Grunderwerbsteuer sowie einen dauerhaften Abbau der kalten Progression.

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