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Zehntausende Ärzte legen Pharmaindustrie-Zahlungen offen

Mediziner outen sich  

Zehntausende Ärzte legen ihre Pharma-Zahlungen offen

15.07.2016, 09:53 Uhr | AFP, t-online.de

Zehntausende Ärzte legen Pharmaindustrie-Zahlungen offen. Tausende Ärzte bekennen sich als Geldempfänger von Pharma-Firmen. (Quelle: dpa)

Tausende Ärzte bekennen sich als Geldempfänger von Pharma-Firmen. (Quelle: dpa)

Im Juni legten Dutzende Pharmafirmen erstmals offen, wie viel Geld sie an Ärzte zahlen: 575 Millionen Euro waren das im vergangenen Jahr. Nun ist ein Teil der insgesamt 71.000 Zahlungsempfänger in einer Datenbank im Internet zu finden. 

Mehr als 20.000 Ärzte und Apotheker, die 2015 Geld für Fortbildungen, Vortragshonorare und Reisespesen von der Pharmaindustrie bekamen, erklärten sich bereit, die empfangenen Zahlungen zu veröffentlichen. 

Mehrheit der Ärzte war gegen Offenlegung

Die Daten haben Journalisten vom gemeinnützigen Recherche-Zentrum "Correctiv" und "Spiegel Online" aus mehreren Dutzend Listen zusammengetragen. Es handelt sich demnach um jene Mediziner, die einer Veröffentlichung ihrer Namen gegenüber dem Verein Freiwillige Selbstkontrolle Arzneimittelindustrie zugestimmt haben. 

Allein rund 119 Millionen Euro haben die Pharmafirmen laut "Spiegel Online" im vergangenen Jahr für Vortragshonorare, Beratungen, Fortbildungen und Reisespesen an Ärzte und Fachkreisangehörige gezahlt. Zudem gingen 90 Millionen Euro an medizinische Einrichtungen, etwa für Sponsoring, Stiftungen und Spenden. Und insgesamt 366 Millionen Euro erhielten Ärzte, Fachkreisangehörige, Organisationen und Einrichtungen für medizinische Studien. 

Quote als zu niedrig kritisiert

Zwei Drittel der Mediziner stimmten allerdings der Offenlegung ihrer Namen in dem Zusammenhang nicht zu. Gegenüber "Spiegel Online" und "Correctiv" kritisierte deshalb der Mainzer Arzt und Psychotherapeut Klaus Lieb die Quote als zu niedrig.

"Transparenz sieht anders aus", erklärte das Mitglied der Arzneimittel-Kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Das Gremium berät die Bundesärztekammer wissenschaftlich in Fragen rund um das Arzneimittelwesen.

Lieb untersucht in Deutschland unter anderem den Einfluss von Zahlungen aus der Pharmaindustrie. Seit Jahren streiten Experten darüber, welchen Einfluss die Zahlungen auf die Mediziner haben. Die meisten Ärzte glauben, dass sie unbestechlich seien, auch wenn sie sich von der Industrie sponsern lassen.
Hier geht's zur Datenbank und intaktiven Karte von "Spiegel Online".

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