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Düsseldorf: Anwohner müssen für "Hitler-Asphalt" zahlen

80 Jahre lang erschlossen  

Düsseldorfer müssen für "Hitler-Asphalt" zahlen

28.07.2016, 16:04 Uhr | Spiegel Online

Düsseldorf: Anwohner müssen für "Hitler-Asphalt" zahlen. Der Asphalt der kleinbürgerlichen Düsseldorfer Straße mit dem schönen Namen "Auf'm Rott" ist aus den 30er-Jahren. (Quelle: dpa)

Der Asphalt der kleinbürgerlichen Düsseldorfer Straße mit dem schönen Namen "Auf'm Rott" ist aus den 30er-Jahren. (Quelle: dpa)

Adolf Hitler herrschte seit vier Jahren, als die Düsseldorfer Straße "Auf'm Rott" eine Asphaltdecke bekam. Jahrzehnte später fordert die Stadt nun Geld von den Anwohnern - zu Recht, wie ein Gericht urteilt.

Die Bürger der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen müssen für eine Straßendecke aus der NS-Zeit bezahlen - fast 80 Jahre, nachdem sie aufgebracht wurde. Entsprechende Gebührenbescheide der Stadt seien rechtmäßig, urteilte das Düsseldorfer Verwaltungsgericht nun.

Zur Begründung führte die Kammer aus, dass erst mit dem Bau von Gehwegen im Jahr 2009 die 1937 begonnene Erschließung abgeschlossen gewesen sei. Der betroffene Straßenabschnitt sei "über Jahrzehnte gewachsen". Die Stadt sei sogar verpflichtet, die Beiträge zu erheben. Für die Dauer der Erschließung gebe es "keine Verjährung, keine Verwirkung und keinen Vertrauensschutz".

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Alte Laternen kosten auch noch

Die Stadt Düsseldorf hat den beiden Klägern aber nicht nur den 80 Jahre alten "Hitler-Asphalt" in Rechnung gestellt, wie der WDR berichtet. Die Anwohner sollen demnach auch Straßenlaternen von 1956, einen Mischwasserkanal aus den Siebzigerjahren und Fußwege von 2010 bezahlen.

Zwei zur Kasse gebetene Anwohner waren vor Gericht gezogen, um die Forderungen der Stadt Düsseldorf anzufechten. Dem Bericht zufolge hatten die zuständigen Behörden sogenannte Erschließungsbeiträge von bis zu 20.000 Euro berechnet. In den Bescheiden waren die Reichsmark-Beträge von 1937 in Euro umgerechnet worden.

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