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Apple-Boss Tim Cook kündigt Steuernachzahlung an - in den USA

Cook jongliert mit Milliarden  

Apple kündigt Steuernachzahlung an - in den USA

01.09.2016, 14:43 Uhr | t-online.de

Apple-Boss Tim Cook kündigt Steuernachzahlung an - in den USA. Apple-Chef Tim Cook versucht, die Steuernachzahlungen des Unternehmens so gering wie möglich zu halten.  (Quelle: dpa)

Apple-Chef Tim Cook versucht, die Steuernachzahlungen des Unternehmens so gering wie möglich zu halten. (Quelle: dpa)

13 Milliarden Euro Steuern soll Apple in Irland nachzahlen - und hat die Forderung empört zurückgewiesen. Jetzt erklärte sich Apple-Chef Tim Cook überraschend doch bereit, Steuern nachzuzahlen. Aber nur in den USA. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) und beruft sich dabei auf ein Interview des Managers mit dem irischen Radiosender RTÈ. 

Apple hat derzeit rund 170 Milliarden Dollar in Wertpapieren angelegt. Analysten vermuten, dass der Konzern auf diese Weise seine Gewinne der vergangenen Jahre geparkt hat, um kaum Steuern bezahlen zu müssen, schreibt die "SZ".

Die Milliarden liegen im Ausland und damit außerhalb der Reichweite der amerikanischen Steuerbehörden. In den USA wären dafür Abgaben in Höhe von etwa 40 Prozent fällig - also rund 68 Milliarden Dollar.

Apple hofft auf Steuerreform 

Cook hatte immer kategorisch ausgeschlossen, Steuern in dieser Größenordnung bezahlen zu wollen. "Erst wenn die Höhe fair ist", könne man darüber reden, sagte er Mitte August zur "Washington Post". Nun will der Konzern-Boss die Milliarden doch in die USA transferieren und dafür auch "mehrere Milliarden Dollar" an die Staatskasse zahlen. 

Die Rückführung soll nächstes Jahr stattfinden. Cook hofft offenbar auf eine Gesetzesänderung nach der US-Präsidentenwahl, mit der Apple kräftig sparen kann: "Ich bin optimistisch, dass es 2017 irgendeine Form von Steuerreform für die Unternehmen geben wird." 

2004 hatten die USA Konzernen, die Geld aus Steueroasen zurück ins Land brachten, einen einmaligen Rabatt gewährt. Die Unternehmen mussten damals nur fünf Prozent auf ihre Gewinne zahlen. 

Deutschland geht wohl leer aus 

Wenn Apple tatsächlich mehr Steuern in den USA zahlen sollte, würde Dublin weniger bekommen. Deutschland profitiert von der europäischen Steuerforderung voraussichtlich nicht. Die deutsche Apple GmbH sitzt in München, das zuständige bayerische Finanzministerium hält es für "unwahrscheinlich, dass Deutschland aufgrund der Entscheidung der EU-Kommission höhere Steuereinnahmen erhalten wird."  

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