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Milch wird teurer

Aldi hebt die Preise an  

Milch wird wieder teurer

02.05.2017, 12:29 Uhr | dpa

Milch wird teurer. Mehr Geld für Milch – je nach Fettgehalt steigen die Preise um 4,6 und fünf Prozent an (Symbolbild).  (Quelle: imago images/Bernd Leitner)

Mehr Geld für Milch – je nach Fettgehalt steigen die Preise um 4,6 und fünf Prozent an (Symbolbild). (Quelle: Bernd Leitner/imago images)

Milch wird für die Verbraucher in Deutschland erneut teurer. Bei der jüngsten Verhandlungsrunde haben Molkereien höhere Preise durchsetzen können. Und das, obwohl die Milchmenge im Frühjahr besonders groß ist. 

Nach dem Stichtag der neuen Halbjahresverträge mit Molkereien heben die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd ihre Preise für Milch um bis zu fünf Prozent an. Aber auch Butter wird Anfang Mai um bis zu 8,4 Prozent teurer und kostet nun wieder so viel wie schon zum Jahresbeginn 2017. Die Milchwirtschaft berichtet von einer starke Nachfrage nach Butter durch die Lebensmittelindustrie. Im Export liefen insbesondere die Geschäfte mit Käse gut. 

Der 1. Mai ist der Stichtag für neue Halbjahresverträge zwischen Molkereien und Handelskonzernen für Trinkmilch sowie eine Reihe von Milchprodukten in unteren Preislagen. An den Aldi Preisen orientieren sich üblicherweise auch die Supermarktriesen. Daher wird erwartet, dass weitere Lebensmittelhändler bei den Anhebungen mitziehen. Bereits Anfang November war Milch teurer geworden – sogar deutlich.

Ein Liter Vollmilch kostet jetzt 68 Cent

Im Detail hoben Aldi Nord und Aldi Süd Anfang Mai ihre Preise für Frischmilch und H–Milch am Dienstag um jeweils 3 Cent je Liter an, wie die Unternehmen auf Anfrage mitteilten. Je nach Fettgehalt kostet der Liter damit nun 63 beziehungsweise 68 Cent. Das entspricht Steigerungen von 4,6 und 5 Prozent. Auch laktosefreie Milch wurde bei den beiden Schwesterunternehmen teurer. Aldi Süd hob auch den Preis für seine bayrische Bauernmilch an.

Das 250–Gramm Stück Deutsche Markenbutter kostet seit Dienstag bei Aldi Nord 1,29 Euro. Das sind 10 Cent beziehungsweise 8,4 Prozent mehr als bisher. Bei Aldi Nord stiegen zudem auch die Preise für Bio–Butter und irische Butter um jeweils 10 Cent je Packung. Aldi Süd äußerte sich am Dienstag zunächst nicht zu den Butterpreisen.

Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein Westfalen wies darauf hin, dass lose Butter für die Lebensmittelindustrie derzeit sogar teurer sei als die abgepackte Butter für die Endverbraucher. "Im Moment ist dieses Phänomen da", sagte Sprecher Frank Maurer. Dies zeige die starke Butter–Nachfrage durch die Lebensmittelindustrie. Wie der Milchindustrieverband berichtet, ist die Nachfrage nach Butter und Käse auf den internationalen Märkten derzeit groß.

Krise bei den Milchbauern hält an

Nach Ansicht des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter sind aber weitere Preisanhebungen erforderlich. Für einen Liter Rohmilch bekämen die Bauern derzeit im Schnitt etwa 30 Cent. Für ein nachhaltiges Wirtschaften müssten es aber mehr als 40 Cent je Liter sein. In den Krisenjahren 2015 und 2016 hätten viele Milchbauern Kredite aufnehmen müssen, um überleben zu können. Diese Kredite müssten nun abgetragen werden. "Die Krise ist einfach nicht vorbei für uns", sagte der Sprecher des Verbandes, Hans Foldenauer.

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