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Gibt es bald verkaufsoffene Sonntage?

Warenhauskonzerne verbünden sich  

Sonntagsshopping: Fällt das Ladenschlussgesetz?

29.05.2017, 12:45 Uhr | Reuters

Gibt es bald verkaufsoffene Sonntage?. Ein Ehepaar mit Tochter macht einen Einkaufsbummel (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/bowdenimages)

Bei vielen Familien ist der Samstag der Tag zum Einkaufen (Quelle: bowdenimages/Thinkstock by Getty-Images)

Deutschlands große Warenhauskonzerne haben ein Bündnis zur Freigabe der Öffnungszeiten an Sonntagen geschmiedet. "Wir fordern, die Voraussetzungen für eine Freigabe der Öffnung an Sonntagen zu schaffen", sagte Karstadt-Chef Stephan Fanderl. Doch das wäre nicht zwangsläufig ein Gewinn für die Wirtschaft.

Auch Kaufhof und die Luxus-Kaufhäuser der KaDeWe-Group stünden hinter der Initiative, weitere Unternehmen wollten sich anschließen. Die Menschen müssten selbst entscheiden können, wann sie arbeiten oder einkaufen wollten, betonte Fanderl. Einkaufen sei aktuell ein "fundamentaler Teil der Beschäftigung an Sonntagen". Dies zeigten die Umsätze von Online-Shops, die rund um die Uhr geöffnet haben.

Onlineshops haben einen Vorteil

Der traditionelle Einzelhandel werde gegenüber Onlinehändlern und Outlet-Zentren in grenznahen Gebieten etwa in den Niederlanden oder Polen benachteiligt, beklagte KaDeWe-Chef André Maeder: "Wir wollen Waffengleichheit."

"Eine Bevormundung der Kunden"

Onlinehändler erwirtschafteten zwischen 20 und 30 Prozent ihrer Umsätze an Sonntagen, die Warenhäuser müssten zuschauen. Die Verbote für Öffnungen an Sonntagen seien "eine Bevormundung der Kunden". Kaufhofmanager Armin Devender sagte, durch die Öffnungen an Sonntagen steige auch die Attraktivität der Innenstädte.

Die Warenhäuser wollten nicht an 52 Sonntagen im Jahr öffnen, unterstrich Fanderl. "Wir möchten aber an den Sonntagen öffnen, an denen es kaufende Kundschaft gibt – und Mitarbeiter, die arbeiten wollen." Zuschläge der Beschäftigten für Sonntagsarbeit wollten die Konzerne nicht antasten.

Vier verkaufsoffene Sonntage "sind definitiv zu wenig"

In den meisten Bundesländern gebe es die Möglichkeit, an vier Sonntagen im Jahr zu öffnen. "Dies ist definitiv zu wenig", sagte Fanderl. Zudem stelle sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit einer Klagewelle gegen Öffnungen an Sonntagen gegen den Handel. Verdi betont dagegen, die Gewerkschaft klage dann gegen Sonntagsöffnungen, wenn diese rechtswidrig seien oder einer juristischen Klärung bedürften.

Schon seit Jahren kommt immer wieder die Diskussion auf, warum es gesetzlich verboten ist, Geschäfte sonntags zu öffnen. Gerade Berufstätige schaffen es oftmals nicht, alle Einkäufe bereits unter der Woche zu erledigen. Manche fühlen sich durch das Verbot der Öffnungszeiten an Sonntagen bevormundet.

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