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ARD-Sprecher: Keine Erhöhung des Rundfunkbeitrags bis 2020

Deutlich steigende Gebühren  

ARD weist Medienbericht zurück

21.08.2017, 12:16 Uhr | Annemarie Munimus, t-online.de

ARD-Sprecher: Keine Erhöhung des Rundfunkbeitrags bis 2020. Rundfunkbeitrag (Quelle: dpa/Arno Burgi)

ARD-Sprecher Steffen Grimberg äußert sich zum Bericht über eine angebliche Erhöhung des Rundfunkbeitrags: "Frei erfunden". (Quelle: Arno Burgi/dpa)

Laut "Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung" (FAS) sollen ARD und ZDF langfristig eine deutliche Erhöhung der Rundfunkgebühren planen. Gegenüber t-online.de äußerte sich nun ARD-Sprecher Steffen Grimberg zu dem Bericht.

Laut "FAS" soll geplant sein, dass der Rundfunkbeitrag bis 2029 von aktuell 17,50 Euro auf 21 Euro ansteigt. Das ist nach Grimbergs Aussage jedoch falsch. "Die Darstellung der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, wonach die ARD eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags bis 2029 auf 2‎1 Euro fordere, ist frei erfunden."

Grimberg verweist auf das gesetzlich vorgegebene Verfahren, bei dem die ARD bei der Betragskommission KEF im Frühjahr 2019 ihren Bedarf für die vierjährige Beitragsperiode ab 2020 anmelden wird. "In welchen Größenordnungen man sich dann bewegt, ist zum heutigen Zeitpunkt – auch vor dem Hintergrund der anstehenden Strukturreform – seriös nicht ansatzweise zu beantworten. Alle in der Debatte kursierenden Zahlen und Prognosen sind Planspiele von anderen."

Die FAS habe "einiges durcheinander geworfen", sagte Grimberg weiter. Er betont, dass ARD und ZDF die Gebühren auch nicht selbst erhöhen und auch keine Erhöhung beantragen könnten, sondern lediglich einen Bedarf bei KEF anmelden.

Bis 2020 keine Erhöhung

Weiterhin sagte Grimberg, dass es bis Anfang 2020 keine Erhöhung des Rundfunkbeitrags geben wird und es bei den 17,50 Euro monatlich bleibe. Erst im kommenden Bericht der KEF wird es neue Zahlen geben.

KEF ist kurz für "Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs" der Rundfunkanstalten. Die Kommission überprüft den Finanzbedarf des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland und empfiehlt den Landesparlamenten anhand aktueller Daten die Höhe des festzusetzenden Rundfunkbeitrags.

t-online.de-Nutzer finden Rundfunkbeiträge zu hoch

Laut einer t-online.de-Umfrage, an der bislang über 64.000 Personen teilgenommen haben, findet die Mehrheit – 89 Prozent – den Rundfunkbeitrag zu hoch (Stand: 21.08.2017).

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