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Steuererstattung dank Werbungskosten

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Von Kilometerpauschale bis Reisekosten  

Steuererstattung dank Werbungskosten

09.03.2018, 11:53 Uhr | smartsteuer

. Bei der Steuererklärung sind viele Menschen überrascht, wieviel Werbungskosten sie absetzen können. (Quelle: 123rf)

Bei der Steuererklärung sind viele Menschen überrascht, wieviel Werbungskosten sie absetzen können. (Quelle: 123rf)

Die Werbungskosten sind sehr beliebt, wenn es um Steuern geht. Nicht ohne Grund, denn die Werbungskosten zählen zu den größten Steuersparquellen. Deswegen möchte jeder so viel wie möglich davon absetzen.

Doch was sind diese Werbungskosten, was gehört dazu und wie läuft das nun genau mit dem Absetzen? Welche Rolle spielt dabei die Werbungskostenpauschale? Und warum heißen Werbungskosten eigentlich Werbungskosten?

Der Hintergrund der Werbungskosten

Für Arbeitnehmer versteht man unter Werbungskosten Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Arbeit entstehen. Ganz amtlich spricht man von Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Es wird immer wieder gestritten, was sich als Werbungskosten absetzen lässt – und was nicht. Oft sind dann auch Gerichte gefragt, um diese Frage endgültig zu beantworten. 

So durfte eine Schuhverkäuferin ihre teuren Schuhe, die sie nur im Geschäft trug, nicht absetzen. Grund: Sie könnten ja schließlich auch außerhalb des Ladens getragen werden. Die Kosten für die Feier eines Dienstjubiläums darf man hingegen unter klaren Voraussetzungen absetzen, entschied zuletzt der Bundesfinanzhof.
Es gibt in der Tat viele verschiedene Werbungskosten.

1.000 Euro gibt es pauschal

Generell setzt das Finanzamt 1.000 Euro pauschal als Werbungskosten an. Dafür brauchen Sie keinerlei Nachweise. Aber diese Pauschale hat ihre Tücken. Sie kann Steuerzahler dazu verleiten, auf eine detaillierte Auflistung der Werbungskosten zu verzichten. Die Folge: Sie verschenken dadurch Geld, das Ihnen zusteht. Denn oft kommen Arbeitnehmer leicht über die 1.000-Euro-Grenze. Und je mehr Werbungskosten anfallen, desto höher wird die Steuererstattung mit der Steuererklärung.



Mobilität und Werbungskosten

In der heutigen Zeit wird von Arbeitnehmern viel Mobilität verlangt. Dementsprechend gibt es in diesem Bereich viele Möglichkeiten, Kosten abzusetzen:

  • Kilometerpauschale: Jede Fahrt vom Zuhause zur Arbeitsstätte lässt sich von der Steuer absetzen. Das ist besonders für Pendler von Interesse. Dabei spielt es keine Rolle, wie Sie zur Arbeit kommen. Auto, Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel – wichtig ist nur, wie weit Sie weg wohnen. Die Kilometerpauschale (auch Entfernungspauschale genannt) beträgt 0,30 Euro pro Kilometer für die Fahrt zur Arbeit. Wichtig ist dabei, dass nur die einfache Fahrt und nicht Hin- und Rückweg gezählt werden. Als Maßstab gilt in der Regel die kürzeste Verbindung. In der Online-Lösung smartsteuer wird diese einfache Wegstrecke mit Google Maps berechnet.
  • Reisekosten: Wenn Sie beruflich verreisen müssen – und Ihr Unternehmen übernimmt nicht die Kosten – können Sie alle damit entstehenden Kosten absetzen. Das sind nicht nur die Fahrtkosten, sondern auch Übernachtung und Verpflegung. Ganz Clevere schaffen es sogar, eine solche Dienstreise mit einem privaten Urlaub zu verknüpfen und so private Reisekosten zu sparen.
  • Unfallkosten: Hoffentlich passiert es nicht, aber wenn Sie während einer beruflichen Fahrt verunglücken, können Sie entstehende Kosten ebenfalls als Werbungskosten absetzen.
  • Doppelte Haushaltsführung: Die Arbeitsstätte ist soweit weg, dass sich das tägliche Pendeln nicht mehr lohnt. Wer stattdessen am Arbeitsort eine Zweitwohnung nimmt, kann die Unterkunftskosten, die wöchentlichen Pendelkosten und in den ersten drei Monaten sogar die Verpflegungskosten absetzen.
  • Umzugskosten: Wenn Sie wegen des Jobs komplett umziehen, können Sie die Kosten für den Umzug selbst absetzen – es sei denn, Ihr neuer Arbeitgeber übernimmt die Kosten. Zusätzlich gibt es eine Umzugskostenpauschale für weitere Kosten, die im Zusammenhang mit dem Umzug stehen. Ebenfalls absetzbar sind Kosten für den Nachhilfeunterricht der Kinder am neuen Wohnort.
  • Bahncard: Wer öfter beruflich mit der Bahn fährt – ohne die Fahrten zur Arbeit – kann die Kosten für eine Bahncard absetzen. 

Werbungskosten für Bildung und Beruf

Es gibt auch in diesem Bereich viele Möglichkeiten, Steuern zu sparen.

  • Arbeitsmittel: Alles, was Sie für den Beruf brauchen – und Ihr Chef nicht zahlt – können Sie absetzen. Das betrifft zum Beispiel Fachzeitschriften, Fachbücher, Werkzeuge, typische Berufsbekleidung, eine Arbeitstasche sowie Computer und Telefon(e). Gerade bei den letzten beiden müssen Sie sehen, ob Sie die Geräte auch privat nutzen, dann können Sie Anschaffungs- und Nutzungskosten nur anteilig absetzen. Wichtig: Kostet ein Arbeitsmittel mehr als 487,90 Euro (gilt für Käufe bis zum 31.12.2017), müssen Sie es über die vorgeschriebene Nutzungsdauer abschreiben. Ab 2018 gilt eine deutlich höhere Grenze dafür: Dann können Sie Geräte bis zu 952,00 Euro sofort als Werbungskosten absetzen.
  • Arbeitszimmer: Das können Sie leider nur in Ausnahmefällen absetzen, selbst wenn Sie auch regelmäßig von zu Hause arbeiten. Absetzbar ist das Arbeitszimmer nur, wenn Sie für den Job überhaupt keinen anderen Arbeitsplatz haben oder der Raum der Mittelpunkt Ihres beruflichen Lebens ist. Das hat der Bundesfinanzhof 2016 höchstrichterlich entschieden.
  • Berufsausbildung: Alle Kosten für eine zweite Ausbildung lassen sich als Werbungskosten absetzen. Das ist etwa ein Studium nach einer Lehre oder das Masterstudium nach dem Bachelor. Beim Bundesfinanzhof steht übrigens noch die Entscheidung aus, ob das auch für die erste Ausbildung gilt. Mit smartsteuer sind Studenten übrigens auf der sicheren Seite: Die spezielle Studentenversion berücksichtigt die ausstehende Entscheidung – Sie bekommen automatisch eine Erstattung, wenn das Gericht in Ihrem Sinne entscheiden sollte.
  • Weiterbildung: Sie können die Kosten für Seminare, Sprachkurse und Lehrgänge absetzen. Sie müssen nur schlüssig nachweisen, dass diese etwas mit Ihrem Job zu tun haben.
  • Bewerbungen: Alle dabei entstehenden Kosten sind absetzbar.

Sonstige Werbungskosten

Was Sie außerdem noch absetzen können:

  • Feier mit Kollegen: Wie schon erwähnt lassen sich die Kosten für ein Dienstjubiläum oder einen runden Geburtstag absetzen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind: Sie dürfen zum Beispiel nicht nur Ihre Lieblingskollegen einladen und sollten es preislich auch nicht übertreiben.
  • Mitgliedsbeiträge: Wer Mitglied in der Gewerkschaft oder einem Berufsverband ist, kann die Beiträge absetzen.
  • Versicherungen: Beiträge für beruflich bedingte Versicherungen wie eine Berufshaftpflicht sind auch Werbungskosten.
  • Kontoführung: Hier greift im Normalfall eine Pauschale von 16 Euro.

Wenn Ihnen das alles zu viel war: Wenn Sie Ihre Steuererklärung mit smartsteuer machen, fällt garantiert nichts unter den Tisch. Dort werden alle Punkte einzeln abgefragt. Damit sparen Sie so viele Steuern wie nur möglich.



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