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Steuern sparen durch außergewöhnliche Belastungen

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Krankheitskosten und Co.  

Steuern sparen durch außergewöhnliche Belastungen

09.03.2018, 10:56 Uhr | smartsteuer

.  (Quelle: 123rf)

Brillen und Krankheitskosten gehören zu den außergewöhnlichen Belastungen. (Quelle: 123rf)

Die meisten Steuerzahler kennen den Begriff Werbungskosten. Kilometerpauschale, Fachbücher und vieles mehr lassen sich darüber absetzen. Doch es gibt noch andere, weniger bekannte Möglichkeiten, um seine Steuerlast zu senken.

Zu den Kosten, die Sie bei der Steuerabrechnung geltend machen können, gehören außergewöhnliche Belastungen (etwa Krankheitskosten) und die Sonderausgaben (etwa Vorsorgeaufwendungen). Lesen Sie hier, was alles dazu gehört und was es zu beachten gilt. Dann klappt es auch mit der Steuererstattung.

Außergewöhnliche Belastungen: mehr Gerechtigkeit

Werbungskosten zeichnet aus, dass sie immer einen Bezug zur Arbeit des Steuerzahlers haben müssen. Außergewöhnliche Belastungen hingegen betreffen den privaten Bereich. Im Prinzip geht es um folgendes: Einige Menschen haben erhöhte Ausgaben im persönlichen Bereich, für die sie nichts können. Das wohl wichtigste Beispiel sind selbst zu zahlende Gesundheitskosten, unter anderem für Brillen, Zahnersatz und Zuzahlungen zu Medikamenten.

Auf der einen Seite steht da also ein Steuerzahler, der hohe, unverschuldete Krankheitskosten hat. Auf der anderen Seite einer, der genauso viel Geld, aber diese Ausgaben nicht hat. Das klingt nicht gerecht, ist es auch nicht. Deshalb gibt es im Einkommensteuergesetz die außergewöhnlichen Belastungen. Wer solche hat, wird steuerlich begünstigt.

Krankheitskosten gehören dabei zu den allgemeinen außergewöhnlichen Belastungen. Dort gilt der Grundsatz: Sie sind zwar steuerlich absetzbar, aber erst wenn die Grenze zur zumutbaren Belastung überschritten ist. Diese hängt davon ab, wie hoch das Einkommen ist, ob man verheiratet ist und Kinder hat. Wir sagen Ihnen gleich, wie das genau aussieht.

Es gibt zudem besondere außergewöhnliche Belastungen. Diese werden in der Regel mit Pauschalbeträgen abgegolten. Dazu gehören der Ausbildungsfreibetrag für volljährige Kinder in Ausbildung, die nicht mehr zu Hause wohnen (924 Euro im Jahr) sowie verschiedene Pauschbeträge für Behinderte, Hinterbliebene und Pflegepersonen.

All das wird in der Online-Lösung smartsteuer automatisch nachgefragt – und die entsprechenden Pauschbeträge eingefügt. Übrigens: Scheidungskosten sind im Normalfall keine außergewöhnlichen Belastungen mehr.

Krankheitskosten: Brille, Zahnersatz und mehr

Neben Brille und Zahnersatz können auch Hörgeräte und vor allem ein Rollstuhl richtig teuer werden. Aber auch Kosten für Heilpraktiker und Zuzahlungen in der Apotheke, bei der Physiotherapie oder im Krankenhaus summieren sich übers Jahr gesehen. Auch ärztlich verordnete Impfungen können kostspielig werden. 

Sammeln Sie bitte alle Belege: Verordnungen, Quittungen und Rechnungen. Auch Fahrkosten zum Arzt dürfen Sie auflisten. Steuerlich unterstützt werden Sie zudem bei künstlicher Befruchtung und Zuzahlungen bei einer verordneten Kur. Rein präventive Maßnahmen wie der Besuch eines Fitnessstudios oder Yogakurses sind dagegen nicht abzugsfähig.

Was ist die zumutbare Belastung?

Wie schon kurz erwähnt hängt die Höhe der zumutbaren Belastung von mehreren Faktoren ab:

  • Höhe des Einkommens
  • Familienstand
  • Anzahl der Kinder

Danach liegt die zumutbare Belastung zwischen ein und sieben Prozent des zu versteuernden Einkommens. Dabei gibt es drei Einkommensgruppen: bis 15.340 Euro, über 15.340 bis 51.130 Euro und über 51.130 Euro. Wer mehr verdient, hat auch eine höhere zumutbare Belastung, wer verheiratet ist und/oder Kinder hat, im Vergleich weniger.

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes wurde die Rechnung sogar nochmal komplizierter. Aber immerhin sinkt damit die Zumutbarkeitsgrenze für viele Steuerzahler – und das ist gut. Wenn Sie vorab Ihre ganz persönliche zumutbare Belastung wissen wollen, nutzen Sie einfach den entsprechenden Steuerrechner von smartsteuer. In der Steuererklärung mit smartsteuer wird dieser Wert automatisch ermittelt.



Sonderausgaben richtig absetzen

Auch die Sonderausgaben haben nichts mit den Werbungskosten zu tun. Sie sind eher mit den außergewöhnlichen Belastungen zu vergleichen. Sonderausgaben gehen von Ihrem verdienten Geld ab. Dazu gehören unter anderem Vorsorgeaufwendungen etwa für Krankenversicherung und Altersvorsorge, aber auch Spenden, Unterhaltszahlungen an Ex-Partner, Kinderbetreuungskosten und gezahlte Kirchensteuer. 

Diese sehr verschiedenen Ausgaben werden steuerlich auch sehr unterschiedlich behandelt. Sie erhalten hier einen ersten Einblick zu den Vorsorgeaufwendungen. Wichtig für die Steuererklärung: Bei der Online-Lösung smartsteuer werden alle Sonderausgaben abgefragt. Sie müssen sich dann auch keine Sorgen machen, wo Sie was eintragen müssen. Das übernimmt smartsteuer automatisch.

Vorsorge ist nicht gleich Vorsorge

Bei den Vorsorgeaufwendungen unterscheidet man die Basisversorgung, andere Vorsorgeaufwendungen und die Zusatzversorgung. 

• Basisversorgung: Dazu gehören unter anderem die gesetzliche Rente, Rürup-Rente und berufsständige Versorgungswerke. Grob vereinfacht kann jeder die angefallenen Beiträge im Jahr 2017 bis zu knapp 20.000 Euro von der Steuer absetzen. Ehepaare sogar das Doppelte. Das lohnt sich also richtig.
• Andere Vorsorgeaufwendungen: Das sind unter anderem Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen sowie Lebensversicherungen, die schon vor 2005 abgeschlossen wurden. Alle Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung lassen sich in voller Höhe absetzen. Erreicht man damit 1.900 Euro als Arbeitnehmer (2.800 Euro als Selbstständiger), fallen alle anderen genannten Versicherungen unter den Tisch. Liegt man unter den genannten Werten, dann „zählen“ die anderen Versicherungen auch nur bis zu diesen Zahlen. Für sehr viele heißt das: Kranken- und Pflegeversicherung lässt sich komplett absetzen, der Rest gar nicht.
• Zusatzversorgung: Das betrifft nur Leute mit einem Riestervertrag, sie können bis zu 2.100 Euro absetzen.

Außergewöhnliche Belastungen und Sonderausgaben haben nichts mit beruflich bedingten Ausgaben zu tun, sondern betreffen den privaten Bereich des Steuerzahlers. Es gibt wie bei den Werbungskosten ein großes Potenzial zum Steuersparen. Vor allem die Sonderausgaben verteilen sich quer über ganz verschiedene Formulare in der Steuererklärung. Darum müssen Sie sich aber gar nicht kümmern, wenn Sie Ihre Steuererklärung mit smartsteuer machen.
 



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