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EU-Einlagensicherung: Gefahr durch faule Bankkredite

Neue Untersuchung  

EU-Einlagensicherung: Gefahr durch faule Bankkredite

02.05.2018, 12:16 Uhr | Tom Körkemeier, rtr

EU-Einlagensicherung: Gefahr durch faule Bankkredite. Geldscheine: Der Studie zufolge ist der Anteil an faulen Krediten zwischen den einzelnen Banken sehr unterschiedlich.  (Quelle: Patrick Seeger/dpa)

Geldscheine: Der Studie zufolge ist der Anteil an faulen Krediten zwischen den einzelnen Banken sehr unterschiedlich. (Quelle: Patrick Seeger/dpa)

Die umstrittene EU-Einlagensicherung könnte einer Studie zufolge die Gefahren in der Euro-Zone durch faule Bankkredite nur schwer auffangen. Es gebe weiter signifikante Risiken in den Bilanzen systemrelevanter Geldhäuser des Währungsraumes.

In einer Untersuchung des arbeitgebernahen Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) heißt es, dass der Anteil an faulen Krediten zwischen den einzelnen Banken so unterschiedlich sei, dass eine gemeinsame Einlagensicherung zu einem dauerhaften Transfermechanismus führe.

Studie zu 76 systemrelevanten Geldhäusern

So würden die Rekapitalisierungskosten zur Beseitigung fauler Bankkredite (non-performing loans – NPL) zwischen 2019 und 2022 in Zypern 2,4 Prozent der dortigen Wirtschaftsleistung (BIP) verschlingen, heißt es in der Studie zu 76 systemrelevanten Geldhäusern. Dort liege die Höhe der faulen Kredite gemessen am BIP bei 90 Prozent. In Griechenland lägen die Rekapitalierungskosten bei zwei Prozent des BIP, in Italien bei 0,8 Prozent.

Dort sei eine Bankenkrise infolge der NPLs am wahrscheinlichsten, da eine signifikante Zahl italienischer Banken zehn oder mehr Prozent fauler Kredite in der Bilanz mitschleppten. Von den untersuchten Banken hätten die italienischen Institute zudem mit rund 189 Milliarden Euro den größten Berg an NPLs abzutragen, obwohl sie seit 2016 bereits rund 47 Milliarden Euro losgeworden worden seien.

Auch die Geldhäuser in Spanien (rund 100 Milliarden) und Frankreich (85 Milliarden Euro) tragen demnach noch hohe Summen solcher Kredite mit sich. In Deutschland gehe die Summe von 48 Milliarden Euro an NPLs vornehmlich auf die Kappe der HSH Nordbank.

Massiver Widerstand der Banken

Der Studie zufolge konnten Banken mit geringeren NPL-Quoten ihre faulen Kredite zuletzt weiter reduzieren, während das Problem bei den ohnehin belasteten Häusern bestehen bleibt. Sollte dafür keine Lösung durch die zuständigen Staaten oder den dortigen Privatsektor gefunden werden, sei es besser, von der Idee einer EU-Einlagensicherung Abstand zu nehmen, folgert das IW.

In Deutschland stößt die Edis-Idee der EU-Kommission, die als Vollendung der Bankenunion gesehen wird, unter anderem auf massiven Widerstand der Banken und der Unionsfraktion im Bundestag.

Verwendete Quellen:
  • Reuters

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