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Nestlé: Einkaufsstreit mit Edeka beigelegt

Produkte bald wieder in den Regalen  

Nestlé legt Einkaufsstreit mit Edeka bei

02.05.2018, 15:03 Uhr | Christian Ebner, dpa

Nestlé: Einkaufsstreit mit Edeka beigelegt. Nestlé: Edeka beendet Boykott von Nestlé-Produkten. (Quelle: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa)

Nestlé: Edeka beendet Boykott von Nestlé-Produkten. (Quelle: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa)

Edeka hat sich mit dem Lebensmittelriesen Nestlé angelegt und zusammen mit anderen Handelsketten auf bessere Einkaufskonditionen gepocht. Jetzt gibt es eine Einigung. Die wegen des Boykotts verbannten Produkte sollen bald wieder in den Regalen zu finden sein.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé und eine Gruppe um Deutschlands größten Lebensmittelhändler Edeka haben ihren Monate langen Streit um Rabatte und Einkaufskonditionen beigelegt. Man habe eine "ausgeglichene Vereinbarung" gefunden, sagt ein Nestlé-Sprecher, ohne Details zu nennen.

Auch Edeka bestätigte die Einigung zu den Einkaufskonditionen. Zu weiteren Einzelheiten wollte sich ein Sprecher auf Anfrage nicht äußern. Zuvor hatte die "Lebensmittelzeitung" berichtet, dass über Details der Einigung Stillschweigen vereinbart worden sei.

Umsatzeinbußen bei Nestlé

Edeka hatte sich mit europäischen Partnern wie Intermarché, Coop Schweiz oder Colruyt verbündet, um Nestlé zu Zugeständnissen bei Preisen und Konditionen zu zwingen und so seine Kosten im Einkauf zu senken. Zusammen wickeln die Mitglieder der Einkaufsallianz nach früheren Angaben rund zwei Milliarden Euro Umsatz mit Nestlé ab.

An der Allianz hatten sich laut "Lebensmittelzeitung" europäische Handelsunternehmen mit einem Bruttoumsatz von rund 140 Milliarden Euro beteiligt. Edeka hatte in der Auseinadersetzung Schritt für Schritt Nestlé-Produkte aus dem Verkauf genommen.

Nestlé-Produkte werden wieder nachbestellt

Zu den bekanntesten Nestlé-Marken gehören Nescafé, Maggi, Thomy, Wagner Pizza und Vittel. Die rund 200 von dem Boykott betroffenen Nestlé-Produkte könnten ab sofort wieder nachbestellt werden, hieß es nun.

Im Rahmen regelmäßiger Preisverhandlungen zwischen Händlern und Herstellern sind vorübergehende Auslistungen von Produkten, aber auch die zeitweilige Einstellung der Belieferung durch die Hersteller nicht ungewöhnlich.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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