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Arbeit: Darf ich am Arbeitsplatz Fußball schauen?

Arbeit  

Darf ich am Arbeitsplatz Fußball schauen?

26.06.2018, 09:57 Uhr | dpa

Arbeit: Darf ich am Arbeitsplatz Fußball schauen?. Ob WM-Spiele während der Arbeitszeit gesehen werden dürfen hängt vom Arbeitgeber ab.

Ob WM-Spiele während der Arbeitszeit gesehen werden dürfen hängt vom Arbeitgeber ab. Manche Unternehmen stellen sogar Fenseher oder einen Beamer auf. Foto: Patrick Seeger. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Am Mittwoch spielt Deutschland gegen Südkorea bei der Fußball-WM um 16.00 Uhr. Für viele Berufstätige ist das Arbeitszeit. Darf ich das Spiel im Büro anschauen? Oder wenigstens Radio hören?

Auch wenn es dem Fan-Herz wehtut: nein. Erlaubt ist das nur, wenn der Arbeitgeber es ausdrücklich gestattet, sagt Jürgen Markowski, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein. "Ich habe ja einen Arbeitsvertrag unterschrieben - und der verpflichtet mich, auch zu arbeiten." Fußball zu schauen, würde davon zu sehr ablenken - auch wenn es nur ein Live-Stream in einem kleinen Fenster auf dem Display ist.

Gleiches gilt für Radio-Übertragungen. Und zwar selbst dann, wenn Arbeitnehmer im Job sonst Radio hören dürfen. "Solche Duldungen beziehen sich ja meistens auf Musik, manche können dabei ja wirklich besser arbeiten", sagt Markowski. "Eine Live-Übertragung ist aber was anderes, dabei kann sich eigentlich niemand mehr auf die Arbeit konzentrieren."

Ein möglicher Ausweg ist der Live-Ticker in Textform: Ist das private Surfen auf der Arbeit sonst erlaubt, spricht vermutlich nichts gegen den gelegentlichen Klick auf "Aktualisieren" - wenn es die Arbeitsleistung nicht beeinträchtigt.

Und natürlich kann das WM-Gucken auch ausdrücklich erlaubt sein, per Rundmail vom Chef etwa. Manche Arbeitgeber stellen für die großen Spiele vielleicht sogar einen Fernseher oder einen Beamer auf. Dann können sie allerdings auch verlangen, dass Mitarbeiter die 90 Minuten nacharbeiten oder dafür zum Beispiel Guthaben vom Arbeitszeitkonto verbrauchen. "Das ist dann auch ein Fall für den Betriebsrat", sagt Markowski. "Im Idealfall kann der sogar auf den Arbeitgeber zugehen und so eine Regelung vorschlagen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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